02.05.2019, 17:08 Uhr

Deutschland und Frankreich beraten über Batteriezellfertigung

Berlin – Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) arbeitet gemeinsam mit seinem französischen Amtskollegen weiter am Aufbau einer europäischen Batteriezellfertigung. Aufgrund des großen Interesses seitens der Industrie möchte Altmaier weitere Unternehmen unterstützen.

Bei den Gesprächen über den Aufbau einer europäischen Batteriefertigung in Paris zwischen Deutschland, Frankreich und der EU-Kommission ging es um die Unterstützung eines konkret vorliegenden deutsch französischen Projektes. Altmaier setzt auf eine zügige Umsetzung des Vorhabens.

Peter Altmaier und Bruno Le Maire besprechen weitere Schritte mit EU-Vize

Bundesminister Altmaier hat sich heute in Paris mit dem französischen Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire und dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Maroš Šef?ovi? getroffen, um die weiteren Schritte zum Aufbau einer europäischen Batteriezellfertigung zu besprechen. Dabei ging es u.a. um ein erstes deutsch-französisches Konsortium, dessen Projektpläne bereits weit gediehen sind. Es ist vorgesehen, die Projekte als wichtige Vorhaben von gemeinsamem europäischen Interesse im Rahmen des IPCEI-Rahmens der Europäischen Kommission zu fördern.

„Minister Le Maire, Vizepräsident Šef?ovi? und ich haben heute unter anderem über die mögliche Förderung eines bereits konkret ausgearbeiteten deutsch-französischen Projekts zur Batteriezellfertigung gesprochen. Uns ist es wichtig, dass diejenigen Unternehmen, die über ausgereifte Pläne verfügen, zügig vorangehen können“, betont Altmaier mit Blick auf das weitere Procedere. Darüber hinaus hat der Bundeswirtschaftsminister angekündigt, in den nächsten Wochen einen Prozess zur Unterstützung weiterer Unternehmen einzurichten, die sich auf den deutschen Förderaufruf beworben haben. Entscheidend sei, dass dabei auch weiterhin viele Mitgliedstaaten, weitere Unternehmen und die Europäische Kommission eng einbezogen werden, so Altmaier weiter. Die große Dynamik innerhalb der EU sollte genutzt werden um das Ziel, wettbewerbsfähiger und innovativer Batteriezellen, die in Europa entwickelt und nachhaltig in Deutschland, Frankreich und anderen Mitgliedstaaten der EU hergestellt werden, zu erreichen.

EU-Kommission drängt auf schnelle Entscheidung

Bis Ende Juni erwarte er eine Vorabnotifizierung der ersten Großprojekte von gemeinsamem europäischem Interesse, sagte EU-Kommissionsvizepräsident Maroš Šef?ovi? nach dem Treffen. Die Kommission wolle dann möglichst noch vor Ablauf ihres Mandates Entscheidungen treffen. Beim dem Treffen sei auch vereinbart worden, EU-Standards für die Massenproduktion von Batterien für die gesamte Wertschöpfungskette zu entwickeln. Dazu zählten auch ein nachhaltiger Bergbau und eine umweltfreundliche Herstellung.

Mehr als 30 Unternehmen wollen sich an Batteriezellproduktion beteiligen

Unter dem vom BMWi gestarteten Interessensbekundungsverfahren haben sich mehr als 30 Unternehmen aus der gesamten Wertschöpfungskette mit Vorschlägen hoher Qualität beworben. Sie kommen aus den Bereichen Rohstoffe und Exploration, Materialgewinnung und Recycling, Kathoden-, Anodenfertigung und mechanische Komponenten, Batteriezellproduktion, -integration und -anwendung. Aktuell prüft das BMWi die eingegangenen Anträge.

Quelle: IWR Online

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