Rekord-PPA für Offshore-Windstrom: Amazon und Skyborn Renewables unterzeichnen größten Stromabnahmevertrag in Deutschland

© Skyborn Renewables
München/Hamburg - Langfristige Stromabnahmeverträge gewinnen als Finanzierungsinstrument für große Offshore-Windprojekte zunehmend an Bedeutung. Amazon und Skyborn Renewables haben nun ein Power-Purchase-Agreement (PPA) für den Ostsee-Windpark Gennaker unterzeichnet - den bislang größten Einzelstromabnahmevertrag in Deutschland.
Für Amazon ist der Gennaker-PPA der konsequente nächste Schritt beim Aufbau eines großen Portfolios an CO2-freier Energie in Deutschland - der Konzern verfolgt das Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden, und gilt bereits als Europas größter gewerblicher Abnehmer von CO2-freier Energie. Für Skyborn Renewables schafft die langfristige Abnahmegarantie die finanzielle Grundlage, um das selbst entwickelte Gennaker-Projekt in die Bauphase zu führen. Parallel hat sich mit den Stadtwerken München ein weiterer namhafter Partner eine Beteiligung an dem Projekt gesichert.
Gennaker wird größter Offshore-Windpark der deutschen Ostsee
Skyborn Renewables hat den Ostsee-Offshore-Windpark Gennaker von Beginn an entwickelt und die Baugenehmigung im Dezember 2025 gesichert. Der Baustart ist nach Finanzierungsschluss für Sommer 2026 geplant, die Inbetriebnahme ist für Ende 2028 vorgesehen. Mit bis zu 976,5 MW wird Gennaker nach Inbetriebnahme der leistungsstärkste Offshore-Windpark der deutschen Ostsee sein und einen wesentlichen Beitrag zu Deutschlands Ziel von 30 GW installierter Offshore-Windleistung bis 2030 leisten. Adam Thomsen, Chief Development Officer von Skyborn Renewables, betonte die Bedeutung der Vereinbarung: "Gennaker zeigt, wie großflächige Offshore-Windenergie zuverlässig und skalierbar umgesetzt werden kann."
3-Milliarden-Investition stärkt Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern
Das Projekt repräsentiert eine Gesamtinvestition von 3 Milliarden Euro in Mecklenburg-Vorpommern. Die Monopile-Fundamente werden von EEW Special Pipe Constructions (EEW SPC) in Rostock gefertigt, nur 40 Kilometer vom Projektstandort entfernt. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 1.000 Mitarbeiter. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kommentierte: "Gennaker ist die größte Energie-Investition, die jemals in Mecklenburg-Vorpommern getätigt wurde. Wir brauchen leistungsfähige große Windparks auf See, um die Energiewende zu schaffen und die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft mit umweltfreundlich hergestelltem Strom zu versorgen. Der Stromabnahmevertrag zwischen Skyborn Renewables und Amazon ist eine ganz wichtige Nachricht für unser Land."
Amazon baut CO2-freies Energieportfolio in Deutschland auf über 1,3 GW aus
Der Gennaker-PPA ist Amazons größter Stromabnahmevertrag in Deutschland. Zusammen mit bestehenden Projekten umfasst das deutsche Portfolio des Konzerns nun zwölf Projekte mit einer Gesamtkapazität von über 1,3 GW. Amazon gilt laut BloombergNEF als Europas größter gewerblicher Einkäufer von CO2-freier Energie und verfolgt mit dem 2019 gegründeten Climate Pledge das Ziel, bis 2040 CO2-Neutralität zu erreichen. Rocco Bräuniger, Country Director von Amazon in Deutschland, Österreich und der Schweiz, erklärte: "Mit unserem bislang größten Stromabnahmevertrag in Deutschland geben wir Skyborn die Sicherheit, Gennaker zu realisieren - und bringen so fast ein Gigawatt neue Offshore-Windkapazität ans Netz."
Stadtwerke München beteiligen sich mit 25 Prozent an Gennaker
Weiteren Rückenwind erhält das Projekt durch den Einstieg der Stadtwerke München (SWM): Die kommunale Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt München hat sich mit Skyborn Renewables auf eine 25-prozentige Beteiligung am Windpark Gennaker geeinigt. Nach Inbetriebnahme könnten die SWM damit Ökostrom für weitere Hunderttausende Haushalte produzieren. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen Genehmigungen sowie des erfolgreichen Abschlusses der Baufinanzierung und wird für das dritte Quartal 2026 erwartet. Die SWM setzen damit ihre Ausbauoffensive für erneuerbare Energien fort, nachdem sie ihr Ziel, nominal so viel Ökostrom zu erzeugen wie ganz München verbraucht, 2025 erreicht haben.
Quelle: IWR Online
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