07.05.2010, 09:46 Uhr

Allnoch trifft mexikanischen Staatspräsidenten Calderón

Münster - Mexikos Staatspräsident Felipe Calderón eröffnete am 02. Mai 2010 gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel den "Petersberger Klimadialog in Bonn". Anschließend reiste Calderón nach Berlin, wo er am 03. Mai mit Vertretern aus der Wirtschaft zusammentraf. An dem gemeinsamen Mittagessen nahm auch IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch teil. Präsident Calderón erläuterte die Ziele und Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien in Mexiko. Mexiko will danach zu den Top 15-Ländern im Bereich der regenerativen Energien aufschließen.

Auf die Frage Allnochs, wie Calderón nach Kopenhagen die Klimaverhandlungen bis zur 16. Klimarahmenkonferenz in Cancún, Mexiko, wieder beleben wolle, führte der mexikanische Staatspräsident aus, dass u.a. der bisher verfolgte Konsensmodus, d.h. ein einziges Vertragswerk, das von allen unterzeichnet wird, aufgegeben werden sollte. Vielmehr müssten für einzelne Staatengruppen Teilziele entwickelt werden. Allnoch stellte danach den vom IWR entwickelten CERINA-Plan vor, der die verursachergerechte Kopplung der CO2-Emissionen an Investitionen in erneuerbare Energien vorsieht. Industrieländer mit hohen CO2-Emissionen müssten danach höhere Anstrengungen leisten, Entwicklungsländer mit einem geringen Ausstoß würden entlastet. Am Ende wurden zwecks Investitionen in Mexiko weitere Gespräche zwischen dem IWR und dem Firmennetzwerk der Regenerativen Energiewirtschaft sowie mit mexikanischen Institutionen vereinbart.

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