28.01.2014, 11:54 Uhr

Canadian, Yingli und Sharp melden neue Solarprojekte – Wie reagieren die Aktien?

Münster – Die Solar-Hersteller Yingli aus China und Canadian Solar aus Kanada sowie der japanische Mischkonzern Sharp berichten über neue Solarprojekte. Die Aktien der Unternehmen schlagen in unterschiedliche Richtungen aus.

Während die Titel der reinen Solarunternehmen Yingli und Canadain Solar nach oben springen, geht es für die Aktie des Elektronik-Riesen Sharp deutlich abwärts. Dabei können sich die Japaner über das größte der drei neuen Projekte freuen.

Sharp baut 52 MW-Solaranlage in Thailand

Sharp hat mit dem Energieerzeuger SSP aus Thailand einen Vertrag geschlossen, nach dem die Japaner ein 52 MW großes Solarkraftwerk errichten sollen. Der Elektronik-Konzern soll dabei die Anlage entwickeln und errichten sowie die Solarmodule liefern. Zu dem ist Sharp für Service und Instandhaltung der Anlage zuständig. Ende 2014 soll das Photovoltaik-Kraftwerk in Thailand fertig errichtet sein. Rund 400.000 Solarmodule kommen zum Einsatz.

Allerdings löst diese Nachricht bei den Sharp-Aktionären keine Jubelstürme aus: Die Aktie fällt im Handel am Dienstag bislang um etwa 4,6 Prozent auf 2,39 Euro zurück.

Projekte sorgen für Kursgewinne bei Canadian Solar und Yingli

Deutlich Kursgewinne sind hingegen bei den Titeln von Canadian Solar (+9,2 Prozent, 29,05 Euro) und Yingli (+4,1 Prozent, 4,56 Euro) zu verzeichnen. Dabei sind die Projekte, die diese beiden PV-Hersteller vorzuweisen haben, deutlich kleiner als das Sharp-Projekt in Thailand. Canadian Solar ist seinem Heimatland erfolgreich: Ein Fonds des Finanzinvestors Blackrock will in Ontario eine 10 MW große Anlage von Canadian Solar erwerben. Der Bau der schlüsselfertigen Anlage mit gut 47.000 Solarmodulen hat bereits begonnen und soll im zweiten Quartal 2014 abgeschlossen werden.

Das neue Solarprojekt von Yingli fällt mit zwei MW am kleinsten aus. Für rund 500 typische Wohneinheiten in Malaysia soll Yingli im Rahmen dieses Projekts die Module liefern. Mit dem PV-Projektierer Maqo Solar wurde ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Die Module sollen im Verlaufe dieses Jahres geliefert werden.

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