22.10.2015, 12:30 Uhr

Energiedienst übernimmt Direktvermarktung für regenerative Anlagen

Rheinfelden – Die Direktvermarktung wird ab Januar 2016 nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auch für alle neuen regenerativen Erzeugungsanlagen ab einer Leistung von 100 Kilowatt (kW) verpflichtend. Das bedeutet für die Betreiber teilweise einen erheblichen Management-Aufwand. Daher haben sich zahlreiche Dienstleister auf die Abwicklung spezialisiert, nun kommt ein weiterer hinzu.

Die Energiedienst AG, überwiegend in der Hand von EnBW, will zukünftig die komplette Abwicklung für den Kunden anbieten. Dabei koordiniert Energiedienst die erforderliche Ausstattung der Anlagen mit Informations- und Kommunikationstechnologie, bindet die Anlagen über eine entsprechende Schnittstelle in einen Anlagenpool (virtuelles Kraftwerk) ein und vermarktet den eingespeisten Strom.

Pflichten und Chancen der Direktvermarktung

Die Betreiber neuer Windenergie- oder Solaranlagen ab einer Größe von 100 kW sind ab dem kommenden Jahr in Sachen Direktvermarktung in der Pflicht. Sie haben aber auch die Chance, die Rentabilität ihrer Anlagen zu erhöhen. Dabei will Energiedienst unterstützen.

Das Unternehmen bietet auch die Kommunikation mit den Netzbetreibern sowie die Abrechnung der Vergütung als Teil des Direktvermarktungspakets an. Besitzer von Bestandsanlagen können ebenfalls von der Direktvermarktung profitieren. EEG-Anlagen, die bislang noch nicht fernsteuerbar sind, können laut Energiedienst durch die nachträgliche Ausstattung mit einer IT-Schnittstelle ebenfalls direktvermarktet werden. Das EEG bietet Bestandsanlagenbetreibern, die aus dem bisherigen fixen EEG-Vergütungsmodell in die Direktvermarktung wechseln, einen Mehrerlös.

Energiedienst: Ökostrom-Tochter von EnBW

Die Energiedienst-Gruppe aus Rheinfelden in Baden-Württemberg erzeugt ausschließlich Ökostrom. Seit 1999 erhalten alle Haushaltskunden Ökostrom der Marke Naturenergie, seit 2011 ist zudem ein klimaneutrales Gas im Angebot. Zudem bietet die Unternehmensgruppe Dienstleistungen im Bereich Wärme und dezentraler Erzeugung an. Die Energiedienst Holding AG ist eine Beteiligungsgesellschaft der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Karlsruhe, die rund 67 Prozent der Anteile hält. Weiterer Großaktionär mit 15 Prozent der Anteile ist der Schweizer Ökostzrom-Erzeuger Services Industriels de Genève.

Quelle: IWR Online

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