21.09.2011, 10:33 Uhr

Energiekonzept für Niedersachen: 25%-Ziel für Erneuerbare bis 2020

Hannover - Die Niedersächsische Landesregierung hat den Entwurf für ein Energiekonzept des Landes Niedersachsen mit dem Titel "Verlässlich, umweltfreundlich, klimaverträglich und bezahlbar - Energiepolitik für morgen" beschlossen. Ausgangsbasis des Entwurfs sind die energiepolitischen Positionspapiere, die bereits im Frühjahr 2010 zwischen den beteiligten Ressorts abgestimmt worden waren. Der nunmehr vorliegende Konzeptentwurf enthält detaillierte Ausführungen etwa zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien, zu den Perspektiven einer Erhöhung der Energieeffizienz, zur Nutzung moderner konventioneller Kraftwerke für eine stabile und effiziente Stromversorgung, zum Ausbau der Stromnetze, zu den Kosten der Energiewende und zu den Zielen einer innovativen Energieforschungspolitik.

Auch Niedersachen Energieland Nr. 1

Ministerpräsident David McAllister bezeichnete Niedersachsen als das deutsche Energieland Nummer 1. Wie diese Position, die auch NRW für sich beansprucht, weiter gestärkt werden kann, soll mit dem Energiekonzept des Landes dargestellt werden. Zu den Ausbauzielen bei erneuerbaren Energien erklärte McAllister: "In jedem Fall wird Niedersachsen seine Spitzenstellung bei den erneuerbaren Energien konsequent weiter ausbauen." Der Umweltminister Hans-Heinrich Sander führte aus, dass Niedersachsen 25 Prozent seines Endenergieverbrauchs in 2020 aus erneuerbaren Energien decken werde. Nach dem erfolgreichen Ausbau werde man in Niedersachsen 90 Prozent des Strombedarfs aus regenerativer Erzeugung beziehen.

Erster von drei Bausteinen

Die Landesregierung legt mit dem „Niedersächsischen Energiekonzept" den ersten von drei Bausteinen ihres Energie- und Klimaprogramms vor. Zum Jahresbeginn 2012 folgt mit der Niedersächsischen Klimaschutzstrategie der zweite Baustein. Mitte 2012 soll das Programm sodann vervollständigt werden.


© IWR, 2011