Neues Biomasse-Heizwerk in Thurnau in Betrieb
Thurnau - Bei der Wärmeversorgung setzt die Stadt Thurnau auf die energetische Nutzung von Biomasse. Bayerns Landwirtschaftsminister Miller nahm das neue Biomasse-Heizwerk in Betrieb. Herzstück der Anlage ist ein Holzhackschnitzelkessel mit einer Leistung von rund 400 Kilowatt. Das Heizwerk wird im Endausbau mit jährlich rund 610 Tonnen naturbelassenem Wald und Restholz aus der Region beschickt. Die Anlage spart jährlich rund 225 000 Liter Heizöl ein. Damit wird der Ausstoß von rund 600 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid vermieden. Die rund 935 000 Euro teure Investition wird mit rund 250 000 Euro aus Landes- und EU-Mitteln bezuschusst. Betreiber und Investor ist die BMH Fernwärme GmbH.
Hintergrund
Von 1990 bis Ende 2003 hat der Freistaat 196 Millionen Euro, davon 162 Millionen Euro aus Landesmitteln, überwiegend in die Energieerzeugung aus Biomasse investiert. Biomasse deckt heute in Bayern nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums 3,76 Prozent des Primärenergieverbrauchs, was etwa dem Wärmebedarf von rund 890 000 Einfamilienhäusern entspricht. Bundesweit sind es 1,9 Prozent.
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