29.01.2014, 10:46 Uhr

Offshore-Investitionen in Schottland brechen 2013 ein

Glasgow, Vereinigtes Königreich – Das Jahr 2013 war für den schottischen Offshore-Windenergiesektor nicht so erfolgreich wie das Vorjahr. Die Investitionen in Projekte in schottischen Gewässern gingen deutlich zurück. Branchenvertreter kritisieren die bestehenden Unsicherheiten im Markt.

Einer Erhebung des Branchenverbandes Scottish Renewables zufolge haben Entwickler von Offshore-Windenergie-Projekten in schottischen Gewässern im Jahr 2013 rd. 28,9 Millionen britische Pfund investiert (rd. 35 Mio. Euro). Nach Angaben des Verbandes, dem rd. 300 Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien angehören, beliefen sich die Investitionen im Vorjahr noch auf rd. 63,6 Mio. Pfund (rd. 75 Mio. Euro). Demzufolge haben sich die Investitionen in die schottische Offshore-Windenergie mehr als halbiert. Insgesamt wurden nach Verbandsangaben bereits rd. 193,4 Mio. Pfund (rd. 234 Mio. Euro), in schottische Offshore-Projekte investiert.

Apell: „Projekte nicht in der Luft hängen lassen“

Nach Ansicht von Lindsay Leask, Senior Policy Manager bei Scottish Renewables sind vor allem bestehende Unsicherheiten am Markt die Ursache für den Investitionsrückgang: „Die Unsicherheit in der Industrie wächst, da für keines der großen Projekte, die in den schottischen Gewässern geplant sind, bislang über die Planungsunterlagen beschlossen wurde. Zudem sind die Details für den Zugang zu den Markt-Vergütungen noch immer unklar. Mit einem Potential von 5 Gigawatt an Offshore-Windenergiekapazität in der Planung und den entsprechenden Investitionen, die daran geknüpft sind können wir es uns nicht leisten diese Projekte in der Luft hängen zu lassen.“

Schottland habe demnach alle Voraussetzungen, um eine weltweit führende Offshore-Industrie aufzubauen. Die Windbedingungen machten die Projekte enorm attraktiv. „Allerdings ist ein Rückgang der Investitionen um 55 Prozent in einem Jahr nicht nur für die Branche, sondern auch für die schottische und britische Regierung ein Anlass zur Sorge“, so Leask weiter. „Wir werden mit den Regierungen nördlich und südlich der Grenze in den nächsten Wochen hart dafür arbeiten, dass die Projektentwickler die Gewissheit kriegen, die sie brauchen, um weitere Investitionen zu tätigen.“

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