24.01.2014, 13:29 Uhr

RENIXX schwach – Hohe Verluste bei Xinjiang Goldwind, Gamesa und Nordex

Münster - Der regenerative Aktienindex RENIXX World verliert zum Wochenende deutlich und nähert sich der 350 Punkte Marke. Bereits gestern wurde der internationale Index für regenerative Energien spürbar leichter. Auch der DAX verliert nach schwachen Konjunkturdaten.

Der RENIXX notiert gegen Mittag bei rd. 341 Punkten und gibt damit 2,0 Prozent ab. Seit Eröffnung des Handels geht es abwärts. Fast alle der 30 weltweit größten börsennotierten Titel der Regenerativ-Branche verbuchen Verluste. Auch die DAX-Werte verbilligen sich fast auf der ganzen Linie. Bis zum Mittag verliert der DAX 0,9 Prozent und notiert nun bei rd. 9547 Zählern. Der Devisenmarkt ist ruhig, der Euro steht ohne Veränderung bei 1,3697 US-Dollar. Die Feinunze Gold verliert 0,1 Prozentpunkte und kostet derzeit 1.263 US-Dollar.

Durchgehende Kursverluste – nur wenige Titel im Plus

Der RENIXX kann sich der allgemein schlechten Börsenstimmung nicht entziehen. Fast alle RENIXX-Titel verbuchen Verluste. Neben Vortagegewinner Xinjiang Goldwind (- 9,9 Prozent, 0,82 Euro), verzeichnen weitere Windtitel wie Gamesa (- 4,7 Prozent, 7,87 Euro) und Nordex (- 3,4 Prozent, 9,76 Euro) deutliche Abschläge. Die höchsten Verluste in der PV-Industrie verbuchen Hanergy (- 11,1 Prozent, 0,08 Euro) aus China und Motech (- 4,8 Prozent, 1,35 Euro) aus Taiwan.

Nur wenige Titel können sich dem Negativtrend entziehen. Solarcity kann leicht zulegen (+ 1,6 Prozent, 53,87 Euro). Das amerikanische Unternehmen produziert und finanziert Solaranlagen für Hausbesitzer und Unternehmen und hat einen neuen Projektabschluss in den USA bekannt gegeben. Zu den weiteren Gewinnern zählen China High Speed Transmission (+ 3,0 Prozent, 0,49 Euro) und das Geothermie-Unternehmen Ormat (+ 1,4 Prozent, 18,49 Euro). Der Verlierer des Vortages Yingli kann sich stabilisieren (+ 1,4 Prozent, 1,66 Euro).

Auch im DAX gibt es heute auf weiter Flur kaum Gewinner. Insbesondere schwache Daten aus den USA und China sorgen für schlechte Stimmung. Merklich zulegen kann nur das Medizintechnik-Unternehmen Fresenius (+ 1,2 Prozent, 119,40 Euro). Größte Verlierer sind Adidas (- 4,7 Prozent, 86,77 Euro), K+S (- 3,1 Prozent, 23,07 Euro) und Lufthansa (-2,8 Prozent, 17,57 Euro).

Öl- und Strompreise fallen

Die Preise für Rohöl fallen wieder etwas. Die Nordseesorte Brent notiert aktuell bei 106,8 US-Dollar je Barrel (- 0,55 Prozent), während die US-Sorte WTI bei 96,6 US-Dollar liegt (- 0,65 Prozent). Auch der Heizölpreis schließt sich der Entwicklung an. Nach einem Verlust von 0,6 Prozent werden aktuell 81,5 Cent je Liter aufgerufen (inkl. MWST, bei Abnahme von 3000 Litern). Die Kraftstoffpreise hingegen legten am Donnerstag leicht zu. Superbenzin (E 10) kostete an den deutschen Tankstellen somit rund 1,48 Euro je Liter. Diesel war etwas günstiger bei 1,36 Euro je Liter.

Zum Wochenende fallen auch die Strompreise wieder. Am Spotmarkt wird deutscher Grundlaststrom im day-ahead-Handel für 3,613 Cent je Kilowattstunde (kWh) gehandelt. Im Vergleich zum Vortag beträgt der Preisnachlass damit rund 28 Prozent. Der Preis für Strom aus Frankreich fiel sogar noch etwas stärker um knapp 31 Prozent und liegt bei 3,532 Cent je kWh. Ebenfalls nachgelassen haben die CO2-Zertifikate. So liegt der Preis für ein Berechtigungs-Zertifikat zur Emission einer Tonne CO2 aktuell wieder unter der fünf-Euro-Marke bei 4,98 Euro.

Wind- und Solarkraft mit 7.300 Megawatt

Die erneuerbaren Energien unterstützen die deutsche Stromproduktion zur Mittagszeit mit 7.300 Megawatt Leistung. Somit wird der Anteil der konventionellen Kraftwerke auf 56.200 MW abgesenkt, statt der sonst benötigten 63.500 MW. Der Anteil der Windenergie beträgt dabei rund 4.400 Megawatt, während die Solaranlagen knapp 2.900 MW liefern.

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