22.05.2014, 10:20 Uhr

Rosige Aussichten bei Trina Solar: Aktie explodiert

Changzhou, China – Obwohl Trina Solar nicht so viele Photovoltaik(PV)-Module verkauft hat wie laut Guidance angekündigt, konnte das Unternehmen vor allem in Sachen Profitabilität gute Zahlen für das erste Quartal 2014 präsentieren. Die Bruttomarge lag um etwa fünf Prozent höher als erwartet. Zudem will Trina Solar im zweiten Quartal fast doppelt so viele Solarmodule wie im ersten absetzen. Das hat die Aktionäre überzeugt.

Das Wertpapier von Trina Solar ist bereits am Dienstag nach der Veröffentlichung um satte 30 Prozent nach oben gesprungen. Im Handel am heutigen Mittwoch legt die Aktie bislang um weitere 3,9 Prozent auf 10,21 Euro zu (Stand 09:55 Uhr).

Verluste in Gewinne verwandelt

Der Solarkonzern aus China meldet einen Umsatz von rund 445 Mio. US-Dollar in den ersten drei Monaten des Jahres 2014. Im Vorjahreszeitraum lag der Umsatz lediglich bei rund 260 Mio. US-Dollar, das entspricht einem Zuwachs von über 70 Prozent. Das operative Ergebnis konnte ebenfalls deutlich verbessert werden. Im Vorjahr musste noch ein Verlust von fast 41 Mio. US-Dollar verbucht werden. In Q1 2014 beträgt der operative Gewinn 38,2 Mio. Mit einem Nettoeinkommen von etwa 26,5 Mio. US-Dollar ist es Trina Solar auch unter dem Strich gelungen, im Gegensatz zum Vorjahr schwarze Zahlen zu schreiben (Q1 2013: -63,7 Mio. US-Dollar).

Bruttomarge höher als erwartet

Für das erste Quartal 2014 war Trina Solar von einer Bruttomarge im mittleren Zehnerbereich ausgegangen. Die Erwartungen wurden mit einer Bruttomarge von 20,6 Prozent deutlich übertroffen. Ziel für das erste Quartal 2014 war es allerdings auch, PV-Module mit einer Leistung von 670 bis 700 MW auszuliefern. Dies ist dem Konzern mit tatsächlich abgesetzten 558 MW nicht gelungen. Immerhin hat der Quartals-Absatz den des Vorjahres deutlich übertroffen (Q1 2013 392 MW).

Starker Ausblick für das zweite Quartal

Für das zweite Quartal 2014 erwartet das Unternehmen, PV-Module mit einer Gesamtkapazität von 950 MW bis 1.010 MW auszuliefern, das wären fast doppelt so viele wie im ersten Quartal 2014. Außerdem erwartet das Unternehmen, dass die Polysiliziumpreise etwas anziehen, was sich negativ auf die Bruttomarge auswirken könne. Deswegen soll diese Kennziffer im mittleren Zehnerbereich liegen. Durch Senkung der betriebseigenen Herstellungskosten will Trinar Solar die Auswirkungen auf die Bruttomarge gering halten. Die Resultate bekräftigen das Unternehmen, die für 2014 ausgeschriebenen Ziele zu erreichen. Ziel ist es weiterhin, PV-Module mit einer Kapazität zwischen 3.600 und 3.800 MW auszuliefern.

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