14.09.2012, 14:19 Uhr

Schmack macht Hopfenreste zu Biogas

Schwandorf - Im bayerischen Wolnzach-Oberlauterbach ist eine neuartige Biogasanlage in Betrieb gegangen. Die Anlage verfügt über eine Leistung von 11,5 MWGas und wurde von Schmack Biogas errichtet. Nach Angaben des Unternehmens ist dies die weltweit erste Bioerdgasanlage, die überwiegend mit Reststoffen aus dem Hopfenanbau betrieben wird. Als Substrat dienen demnach Rebenhäcksel, die bei der Hopfenernte anfallen. Im Gegensatz zu den Hopfendolden können diese nicht zum Bierbrauen genutzt werden, weshalb sie nun, unter Zugabe eines geringen Anteils an Mais- und Graspflanzensilage, als Substrat für die Biogasgewinnung zum Einsatz kommen sollen. Geliefert wird das Substrat von 170 Landwirten aus der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet Europas. Bereits im nächsten Jahr soll ein Drittel des anfallenden Häckselguts für die Biogasproduktion genutzt werden.

Spezielle Technologie für Hopfensubstrat

Die Biogasanlage in Wolnzach-Oberlauterbach wurde bereits von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer eingeweiht. Sie besteht nach Angaben von Schmack Biogas aus drei liegenden Fermentern mit einem Gesamtvolumen von rund 6.000 Kubikmetern sowie vier Rundfermentern. Diese Anlagentechnologie wurde vom Unternehmen speziell für den Einsatz von strukturreichem Material, wie zum Beispiel Hopfen, entwickelt. Betreiber der Anlage ist die Firma Högl Kompost- und Recyling GmbH, die Hopfenverwertungsgenossenschaft HVG und die E.ON Bioerdgas GmbH. Das erzeugte Biogas wird gereinigt, auf Erdgasqualität aufbereitet und in das lokale Versorgungsnetz eingespeist.


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