24.01.2014, 12:04 Uhr

SolarWorld klagt und startet neue Anti-Dumping-Runde

Hillsboro, USA - SolarWorld U.S., die amerikanische Tochter des deutschen Solarkonzerns, hat Ende des Jahres eine erneute Klage gegen des Marktgebahren chinesischer und taiwanesischer PV-Firmen bei den amerikanischen Behörden eingereicht.

Mit dem Verfahren sollen Lücken geschlossen werden, die auf der Grundlage bereits beschlossener Handelseinschränkungen weiter bestehen. Vor gut einem Jahr hatten die US-Behörden ihre Anti-Dumping- und Anti-Subventionsermittlungen beendet.

Vorwurf: Preis für PV-Produkte aus China weiter unter Produktionskosten

SolarWorld gibt an, stellvertretend für die gesamte US-Solarbranche zu handeln, um deren Fortbestehen zu sichern. Die vor einem Jahr abgeschlossenen Verfahren enthalten nach Ansicht von SolarWorld Lücken. Diese ermöglichten es den chinesischen Produzenten, Zölle in Höhe von rund 31 Prozent einzusparen, indem Solarzellen aus Drittländern wie dem benachbarten Taiwan importiert werden. Daher sei es den chinesischen Firmen weiterhin möglich, ihre Photovoltaik-Produkte in den USA unter Produktionskosten anzubieten.

Solar-Technologie wichtig für zukünftige wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit

„Wir haben unsere Fakten den Behörden mitgeteilt, um zu verhindern, dass eine wichtige Industrie mit vielen Arbeitsplätzen weiter durch China beschädigt wird“, so Mukesh Dulani, Präsident der amerikanischen SolarWorld. Man wisse um Wichtigkeit der Solar-Branche für die zukünftige wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und China ebenso. Deshalb sei die Klage notwendig.

US-Solarindustrieverband hofft auf Gespräche

Der US-Solarindustrieverband SEIA plädiert für Gespräche zwischen den beiden Parteien. Ein weiterer Rechtsstreit sei nicht das richtige Mittel, man müsse stattdessen miteinander reden, um die Streitigkeiten zwischen der amerikanischen und der chinesischen Industrie auszuräumen. "Es ist an der Zeit, dass sich die Politik einschaltet und diesen Konflikt endlich beendet", erklärte SEIA-Präsident Rhone Resch.

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