27.08.2026, 15:15 Uhr

Sowitec-Insolvenz: Capcora erhält Beratungsmandat für Verkauf von Windprojektrechten mit rund 32 GW


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Frankfurt am Main – Capcora koordiniert im Auftrag des Gläubigerausschusses den geplanten Verkauf der internationalen Windprojektrechte der insolventen Sowitec-Gruppe. Die Finanzberatungsboutique hat das Mandat auf Vorschlag von Insolvenzverwalter Dr. Holger Leichtle von der Kanzlei GÖRG erhalten und übernimmt die zentrale Ansprache potenzieller Investoren im laufenden M&A-Prozess.

Eine Insolvenz des Projektentwicklers bedeutet nicht zwangsläufig das Ende der Projekte. Entscheidend ist, welche Projektrechte und weiteren Projektgrundlagen auf einen Erwerber übertragen werden können. Ein Beispiel dafür ist das von Capcora begleitete Verfahren bei der insolventen Eno Energy GmbH, bei dem ein deutsches Onshore-Windentwicklungsportfolio mit einer geplanten Gesamtleistung von rund 1 GW erfolgreich übertragen wurde.

Sowitec-Insolvenz: Windprojektrechte in fünf Ländern werden vermarktet

Die Sowitec Group GmbH sowie die Tochtergesellschaften Sowitec International GmbH, Sowitec Operation GmbH und Sowitec Projekt GmbH haben am 14. Juli 2026 beim Amtsgericht Tübingen Insolvenzantrag gestellt. Auslöser waren demnach Zahlungsansprüche eines Lieferanten sowie Forderungen aus bestehenden Bürgschaften. Die Geschäftsführung konnte die daraus resultierenden Zahlungen weder abwenden noch eine Zahlungsfrist erreichen. Sowitec entwickelt seit 1993 Wind- und Solarprojekte, von der Standortbewertung über Planung und Genehmigung bis zur kommerziellen Strukturierung. Zum Portfolio, das nun im Rahmen des M&A-Prozesses vermarktet werden soll, gehören laut Capcora Windprojektrechte mit einer Gesamtleistung von rund 32 GW in Deutschland, Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Mexiko. Auf Deutschland entfallen davon rund 330 MW.

Capcora steuert Bieterverfahren und Investorenansprache

Capcora verantwortet im Rahmen des Mandats die Aufbereitung der Transaktionsunterlagen, die Investorenansprache, die Steuerung des Bieterverfahrens sowie die Begleitung von Due Diligence, kommerziellen Verhandlungen und Vertragsgesprächen. Ziel ist es nach Angaben von Capcora, die Investorenkommunikation zu bündeln und den Insolvenzverwalter sowie den Gläubigerausschuss bei der Wertsicherung des Portfolios zu unterstützen. „Das Mandat vereint eine anspruchsvolle Insolvenzsituation mit einem umfangreichen internationalen Portfolio im Bereich erneuerbare Energien. Wir werden den Prozess klar strukturieren, die Investorenkommunikation gezielt steuern und dazu beitragen, den Wert des Portfolios zu sichern", erklärte Jochen Magerfleisch, Managing Partner bei Capcora. Capcora hatte zuvor bereits mehrere Transaktionen für die Insolvenzverwaltung der ebenfalls insolventen Eno Energy GmbH begleitet, darunter den Verkauf eines rund 1-GW-Windentwicklungsportfolios in Deutschland.

Quelle: IWR Online

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