06.02.2015, 10:00 Uhr

USA investiert in Klimaschutz und begeistert die Börse

Washington D.C. – US-Präsident Barack Obama hat mit seiner Vorstellung des Haushaltsbudgets für 2016 für Begeisterung gesorgt. Viel Geld soll in den Klimaschutz und den Ausbau der erneuerbaren Energien fließen. Analysten sehen einen möglichen Turbo für die Branche der Regenerativen Energiewirtschaft.

Etwa 7,4 Mrd. US-Dollar will Obama im Jahr 2016 in die Vermeidung von Treibhausgasen investieren. Vor allem Fördermittel für Forschung und Entwicklung sowie Steuervergünstigungen soll das geplante Paket beinhalten.

Löwenanteil vom Department of Defense

Die Führerschaft der Amerikaner beim Ausbau erneuerbarer Energien, die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie die Energie-Versorgungssicherheit sollen mit diesen Programmen erreicht werden, heißt es im offiziellen Budgetplan der amerikanischen Regierung. Der Löwenanteil mit 75 Prozent des Programms für erneuerbare Energien soll dabei vom Department of Defense bereitgestellt werden.

Das Weiße Haus hat zudem vorgeschlagen, den Investment Tax Credit (ITC) mit aktuell 30-prozentigen Steuervergünstigungen für die Entwicklung von Solar-Technologien beizubehalten. Dies stellt die Deutsche Bank Equity Research North America Medienberichten zufolge fest. Auch in aktuellen Bewertungen für die Aktien z.B. von Nordex und SMA geht die Deutsche Bank von positiven Effekten aufgrund des US-Haushaltsentwurfes 2016 aus. Die US-Pläne seien demnach besonders für den Solarsektor „sehr positiv“. Hierzulande sollten die Aktien von Solarworld, Wacker Chemie und SMA Solar von einem starken US-Markt profitieren.

Auch Deutschland kann profitieren

Gegenwärtig ist das Steuer-Programm in USA so angelegt, dass beispielsweise 30 Prozent des Verkehrswertes einer installierten Photovoltaik-Anlage steuerlich begünstigt werden. Zwar sei die Änderung im Bereich der ITC noch nicht fixiert, jedoch ist die Deutsche Bank Medienberichten zufolge der Ansicht, dass es bei diesen 30 Prozent bleiben könne. Eigentlich war den Berichten zufolge vorgesehen, dass diese Steuervergünstigungen in Zukunft auf zehn Prozent der Verkehrswerte beschränkt werden. Doch aufgrund des neuen Entwurfes könne es den Experten zufolge auch nach 2016 bei 30 Prozent bleiben.

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