02.07.2014, 08:16 Uhr

Wie Brennstoffzellen Windkraftanlagen helfen

Brunnthal / München – Brennstoffzellen und Windenergieanlagen sind eigentlich zwei verschiedene Technologien zur Erzeugung von elektrischem Strom. In welchem Fall eine Kombination beider Systeme sinnvoll sein kann, ergibt sich aus einer aktuellen Nachricht des Brennstoffzellen-Spezialisten SFC Energy AG.

Wie das Unternehmen aus Brunnthal mitteilt, werden die Brennstoffzellen-Systeme für die Stromversorgung der Hindernisbefeuerung von Windkraftanlagen während der Bauzeit eingesetzt. Die Brennstoffzellen sollen günstiger und umweltfreundlicher sein als die bisherigen Methoden. Hindernisbefeuerungen sind an Messmasten und Windkraftanlagen, die eine bestimmte Höhe erreicht haben, zur Sicherung des Flugverkehrs vorgeschrieben. Durch die Grenzhöhe bei Windkraftanlagen von 100 Metern sind Hindernisbefeuerungen inzwischen für nahezu jede Anlage notwendig.

Innovative Brennstoffzellenlösung

Die Windkraft Service GmbH aus der Lutherstadt Eisleben setzt die Efoy Pro Brennstoffzellen von SFC Energy AG für die Hindernisbefeuerung beim Bau von Windenergieanlagen (WEA) ein. Die Windkraft Service GmbH ist ein Unternehmen für die Wartung, Prüfung, Instandhaltung und Reparatur von WEA. Das Unternehmen setzt die Brennstoffzellen in einer eigenentwickelten Energieversorgerlösung ein. Windkraftanlagen-Hersteller können dieses Komplettsystem während der Bauphase der Anlage zur Versorgung der Hindernisbefeuerung mieten. Die Windkraft Service GmbH kümmert sich um die Installation, Inbetriebnahme und den Abbau. Der eigentliche Betrieb soll kaum Aufwand erfordern. Ein Tankpatronenwechsel sei erst nach mehreren Wochen bzw. nach einigen Monaten nötig.

"Die EFOY Pro Energielösung ist eine echte Innovation für Windanlagenbetreiber und -hersteller", sagt Jörg Hebestadt, Geschäftsführer der Windkraft Service GmbH. "Sie passt mit ihrer hervorragenden Ökobilanz zum nachhaltigen Gesamtkonzept der Windkraftanlage und spart zudem noch Geld. Sie ist zuverlässig, vollautomatisch und den kompletten Service bekommen die Betreiber von uns. Das sind genau die Lösungen, welche die Industrie will." Nach Fertigstellung erzeugen die Windkraftanlagen die Energie für die Hindernisbefeuerung in der Regel eigenständig.

Günstige und umweltfreundliche Alternative

Die Brennstoffzellenlösung soll nicht nur deutlich günstiger für die Anlagenhersteller sein, sondern auch umweltfreundlicher. Wie SFC Energy erklärt, verbraucht ein gewöhnlicher Diesel-Generator, der sonst für die Befeuerung eingesetzt wird, in 20 Tagen etwa 8.000 Liter Diesel. Die Brennstoffzellen hingegen würden nur 75 Liter ihres Treibstoffs benötigen. Neben diesen Einsparungen soll zudem der Logistikaufwand und der CO2-Ausstoß verringert werden. Ein weiterer Vorteil liege in der Diebstahlsicherung: Gewöhnliche Generatoren stehen außerhalb der Windkraftanlagen und müssen vor Diebstahl und Vandalismus geschützt werden. Die Brennstoffzellen hingegen befinden sich innerhalb der Windkraftanlage.

"Wir liefern unserem Partner eine zuverlässigere und umweltfreundlichere Technologie, die erhebliche Kosteneinsparungen bei den Endkunden ermöglicht. Windkraft Service GmbH schnürt ein Paket aus Produkt und Service und entlastet damit die Investitionsbudgets der Windkraftanlagenbetreiber", sagt Dr. Peter Podesser, CEO von SFC Energy AG.

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