Windenergie: Navaris erhält Zuschläge für alle eingereichten Projekte mit 304,5 MW

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Berlin - Der Windenergie-Projektentwickler Navaris hat in der jüngsten Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land Zuschläge für elf Projekte mit einer Gesamtleistung von 304,5 MW erhalten. Das Unternehmen war damit nach eigenen Angaben mit sämtlichen eingereichten Geboten erfolgreich.
Die Zuschläge entsprechen rund 12 Prozent des insgesamt vergebenen Ausschreibungsvolumens von 2.523 MW. Das Ergebnis fällt in eine Phase hoher Nachfrage nach Ausschreibungszuschlägen: Das eingereichte Gebotsvolumen lag in der aktuellen Runde mit rund 5.250 MW mehr als doppelt so hoch wie die bezuschlagte Leistung.
Navaris plant 46 Windenergieanlagen - Projektpipeline umfasst mehr als 3 GW
Die elf bezuschlagten Windenergieprojekte umfassen insgesamt 46 Windenergieanlagen. Nach ihrer Inbetriebnahme sollen die Anlagen nach Unternehmensangaben rechnerisch rund 200.000 Haushalte mit Strom versorgen. Angaben zu den einzelnen Projektstandorten und den geplanten Inbetriebnahmeterminen enthält die Pressemitteilung nicht.
Die Bekanntgabe der Zuschläge folgt wenige Tage auf die Umbenennung der deutschen Qualitas Energy Plattform in Navaris. Unter der neuen Marke bündelt das Unternehmen die seit 2018 aufgebauten deutschen Teams, Projekte und Kompetenzen. Navaris betreut derzeit deutschlandweit ein Portfolio von rund 1,3 GW an erneuerbaren Energieanlagen in Betrieb oder im Bau. Hinzu kommen Projekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 3 GW in fortgeschrittener Entwicklung. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 200 Mitarbeitende an sechs Standorten in Deutschland.
Windenergie-Ausschreibung: Hoher Wettbewerb lässt Zuschlagswerte weiter sinken
Die Ausschreibung für Windenergie an Land zum 1. August 2026 war erneut deutlich überzeichnet. Nach Angaben der Bundesnetzagentur standen 461 Gebote mit einem Gesamtvolumen von 5.250 MW einer ausgeschriebenen Leistung von 2.520 MW gegenüber. Insgesamt erhielten 237 Gebote einen Zuschlag.
Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert sank von 5,06 ct/kWh in der Vorrunde auf 4,79 ct/kWh. Im Februar 2026 hatte er noch bei 5,54 ct/kWh gelegen. Die rückläufigen Zuschlagswerte spiegeln den zunehmenden Preiswettbewerb um die ausgeschriebenen Fördervolumina für Windenergie an Land wider. Die nächste Ausschreibungsrunde ist für den 1. November 2026 vorgesehen.
Quelle: IWR Online
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