15.06.2009, 13:59 Uhr

Bundesverband Geothermie: E.ON gefährdet flächendeckend Geothermiepotenziale

Berlin (iwr-pressedienst) – Nach Angaben des GtV-Bundesverband Geothermie will die E.ON Gas Storage GmbH (EGS) im Elbe-Weser-Gebiet nach CO2-Lagerstätten suchen. Beim zuständigen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Clausthal-Zellerfeld (LBEG) seien insgesamt vier Anträge auf Erteilung einer Erlaubnis gem. §7 Bundesberggesetz (BBergG) zur Aufsuchung von Sole in den Landkreisen Wesermarsch und Cuxhaven gestellt worden. Die Erlaubnis soll zunächst auf fünf Jahre befristet werden. Die Nordsee-Zeitung vom 10.06.2009 spricht nach GtV-Angaben sogar von Anträgen in 17 Landkreisen im Wesergebiet.

Wie vom GtV-Bundesverband Geothermie in den vergangenen Wochen wiederholt hervorgehoben wurde, zielen die großen Energieversorgungsunternehmen auf weitflächige Untersuchungsräume für CO2-Ablagerungen ab, die die Geothermienutzung ausschließen würden. Der Deutsche Bundestag wird über das im Entwurf vorliegende CCS-Gesetz möglicherweise in dieser Woche entscheiden. Nach Verbandsansicht darf das LBEG die beantragte Erlaubnis gar nicht erteilen. Schon der Antrag auf Erteilung einer bergrechtlichen Erlaubnis zur Aufsuchung von Sole sei unzulässig, weil die Erkundung offensichtlich nicht der Versorgung mit Sole diene, sondern einer Kohlendioxidablagerung. Hierfür müssten die die rechtlichen Voraussetzungen erst noch vom Gesetzgeber geschaffen werden.

Dazu Hartmut Gaßner, Präsident des GtV - Bundesverbandes Geothermie: "E.ON zeigt keinen Respekt vor dem Gesetzgeber. LBEG sollte den Versuch der Gesetzumgehung zurückweisen. Der Deutsche Bundestag muss die Geothermie durch ein Gesetz wirksam schützen und den Vorrang der Erneuerbaren Energien absichern!"

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