12.07.2013, 16:02 Uhr

EEG-Umlage: Rekordzahl an Unternehmen fordert Befreiung

Berlin/Eschborn - Für das Jahr 2014 haben so viele Industrie-Stromkunden wie nie zuvor eine Befreiung von der EEG-Abgabe beantragt. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen hervor. Nach Angaben der Bundesregierung sollen für das kommende Jahr 2.367 Industrie-Standorte eine Ausnahme gefordert haben. Die Anträge beziehen sich auf 3.458 sog. Abnahmestellen (2013: Jahr 3.172), die den Ort des Stromverbrauchs kennzeichnen. Da es sich im Papier nur um vorläufige erfasste Zahlen handelt, könnte die tatsächliche Anzahl an Befreiungsanträgen höher ausfallen. Medienberichten zufolge bedeutet der Anstieg der Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) einen deutlich höheren Bearbeitungsaufwand. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat daher vor kurzem angekündigt, 50 neue Stellen in der Eschborner Zentrale zu schaffen. Große Stromverbraucher werden nur mit einer - im Vergleich zu den Privat- und Kleinverbrauchern minimalen - Beteiligung im Rahmen der EEG-Umlage belastet. Während die privaten Verbraucher derzeit 5,3 Cent je kWh zahlen, liegt dieser Satz für einige Großverbraucher nur bei 0,05 Cent je kWh.

Erhöhung der EEG Umlage um knapp 0,2 Cent/kWh zu erwarten