11.09.2013, 13:40 Uhr

Studie: Energie-Selbstversorgung von Kommunen rechnet sich nur in Ausnahmefällen

Dessau – Jede Gemeinde versorgt sich selbst mit sauberem Strom aus regenerativen Quellen: Was zunächst wie eine Utopie klingt, wäre technisch vielleicht machbar. Leider würde eine solche Energieautarkie in den meisten Fällen irrwitzig hohe Investitionen erfordern, so dass der Traum häufig wohl ein Traum bleibt. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel, heißt es in einer Studie des Umweltbundesamtes.

Bad Wörishofen hat eine Vision: Bis 2020 will der Kneippkurort im Allgäu energieautark sein. Kein Ärger mehr mit steigenden Strompreisen und dem Diktat der Versorger, keine CO2-Emissionen. So erstrebenswert dieser Plan ist – ein Modell für die gesamte Republik wird die Gemeinde nicht werden. Zu diesem Schluss kommt eine Erhebung die das Umweltbundesamt in Auftrag gegeben hatte: „Die Studie zeigt, dass sich diese Form der lokalen Autarkie in Einzelfällen unter günstigen Bedingungen zwar umsetzen lässt und dabei die lokale Erzeugung einen beachtlichen Anteil zu einer auf erneuerbaren Energien basierenden Energieversorgung beitragen kann. Für eine tragfähige regenerative Energieversorgung ganz Deutschlands eignet sich dieses Konzept aber nicht“, erklärte Behördenchef Jochen Flasbarth.

Studie untersucht zwei Modelle