13.09.2013, 16:51 Uhr

Deutschlands Energiewende braucht Norwegens Speicherseen

Münster – Damit die Energiewende zu einem Erfolg wird, müssen Speicherkapazitäten aufgebaut werden – schließlich ist die Produktion aus Wind und Sonne Fluktuationen unterlagen. Immerhin sollen die Erneuerbaren Energien bis 2050 auf 150 Gigawatt Leistung ausgebaut werden. Die Lösung für das deutsche Problem könnte in Norwegen liegen.

Wirtschaftliche Tragfähigkeit von Stromspeichern im großen Maße noch nicht gegeben

Zurzeit gibt es auf dem Gebiet der Speicherforschung eine rege Aktivität. Die Speichertechnologien sind dennoch größtenteils weit von der Marktreife entfernt, was vorwiegend auf die hohe Investitions- bzw. Betriebskosten sowie die ungünstige marktbezogene bzw. poltische Rahmenbindungen zuruckzuführen ist. Der Markt für Stromspeicher wird derzeit überwiegend von Pumpspeicherkraftwerken geprägt. Dabei stehen rund 30 Anlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 7000 Megawatt zur Verfügung. Zudem soll laut laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) etwa zwölf Anlagen mit einer Leistung von mehr als 4.500 Megawatt in der Planung oder im Genehmigungsverfahren sein.

Das Ausbaupotenzial hierzulande wird wegen der strengen geologischen Ansprüche eines solchen Kraftwerks, der hohen Investitionskosten sowie der erforderten ökologischen Eingriffe jedoch als eher gering eingestuft. Aus diesem Grund müssen neue Lösungen auf dem Gebiet der Mittel- bis Langzeitspeicherung ausfindig gemacht werden.

Speicherseen in Norwegen als großen Akku betrachtet