19.09.2014, 15:43 Uhr

Kein Graustrom mehr - Wie der Markt für Ökostrom belebt werden soll

Münster - Eine Allianz von Ökostromanbietern will die Vermarktung von Ökostrom in Schwung bringen. Direkte und nachvollziehbare Vermarktung statt Graustrom lautet die Devise. Wie das Modell funktioniert und wie die Verbraucher in Sachen EEG-Ökostrom bislang arglistig getäuscht werden, erklärt IWR Online.

Der nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütete Strom aus erneuerbaren Energien kann nicht direkt an Stadtwerke oder Kunden geliefert bzw. verkauft werden. Der EEG-Strom muss über den Umweg Strombörse zwangsvermarktet werden. Weil es der Gesetzgeber so will, verliert der Ökostrom an der Strombörse dabei auch noch die "grünen" Eigenschaften und wird zu Graustrom. Das bedeutet: Obwohl es technisch möglich wäre, kann an der Strombörse bisher niemand EEG-Strom kaufen und die Kunden direkt mit Ökostrom beliefern. Doch das soll sich ändern: die Ökostrom-Anbieter wollen ihren Kunden den lokalen Strom aus erneuerbaren Energien ohne Börsenumweg direkt zugänglich machen.

Öko-Stromanbieter stellen neues Vermarktungsmodell vor