28.02.2018, 12:29 Uhr

Nordex bleibt 2017 in der Prognose-Range

Hamburg (iwr-pressedienst) - Der deutsche Windkraftanlagenhersteller Nordex hat vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 veröffentlicht. Umsatz und Profitabilität sind zwar gesunken, erfüllen aber die Unternehmens-Prognose.

Das vor dem Hintergrund des harten Wettbewerbs und Preisdrucks auf dem Windenergiemarkt gestartete Kostensenkungsprogramm hat Nordex Ende 2017 abgeschlossen. Dadurch sollen Kosten in Höhe von 45 Mio. Euro eingespart werden.

Umsatzrückgang 2017 bei knapp 10 Prozent

Auf Basis vorläufiger Zahlen hat die Nordex-Gruppe im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 3,08 Mrd. Euro erwirtschaftet (2016: 3,4 Mrd. Euro). Diese im dritten Quartal prognostizierte Umsatzentwicklung war wesentlich auf Projektverschiebungen zurückzuführen, so Nordex. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen belief sich vor Einmalaufwendungen aus dem sog. Programm „45 by 18“ (EBITDA) auf 242 Mio. Euro (2016: 285,5 Mio. Euro). Mit einer um die Einmalaufwendungen bereinigten EBITDA-Marge von 7,9 Prozent erfüllte Nordex auch bei der Profitabilität die eigenen Erwartungen (2016: 8,4 Prozent).

Gesunkene Kosten und effizientere WEA bilden Basis für weitere Entwicklung

Um dem Preisdruck zu begegnen und die Strukturkosten ab 2018 nachhaltig um 45 Mio. Euro gesenkt werden, hatte Nordex 2017 das mit einem Stellenabbau verbundene Kostensenkungsprogramm „45 by 18“ gestartet und dieses Ende 2017 abgeschlossen. Zudem investierte der Hersteller 144,3 Mio. Euro (2016: 102,4 Mio. Euro) in seine Zukunft. Hierbei lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer Produkte, die den Absatz und damit das Ergebnis zukünftig verstärken, so Nordex.

„Wir haben das Jahr 2017 intensiv genutzt, um uns auf die neuen Marktbedingungen einzustellen. So haben wir unsere Strukturkosten nachhaltig gesenkt und unsere neuen, deutlich effizienteren Produkte beschleunigt auf den Markt gebracht“, sagt Nordex CEO José Luis Blanco. Zu der weiteren Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr macht Blanco aktuell keine neuen Angaben. Im Zuge der Bekanntgabe des mit einem Stellenabbau verbundenen Strukturprogramms im Jahr 2017 hatte er sich allerdings dahingehend geäußert, dass er für 2018 von einer anhaltend schwachen Nachfrage in den europäischen Kernmärkten ausgehe. Ab 2019 erwarte Nordex dann eine sich wieder erholende Geschäftsentwicklung, so Blanco seinerzeit.

Am 27. März 2018 wird das Unternehmen seinen Jahresabschluss 2017 und die Prognose für das Jahr 2018 vorlegen.

Quelle: IWR Online

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