29.04.2019, 10:37 Uhr

RWE stellt Kohle-Kraftwerkspläne ein

Essen - Der Energieversorger RWE will in Zukunft keine Investitionen mehr in neue Kohlekraftwerke tätigen. Der künftige Fokus von RWE liege auf der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien, so das Unternehmen.

RWE hat die Planungen für ein neues Braunkohle-Kraftwerk mit einer Leistung von 1.100 MW in Nordrhein-Westfalen eingestellt. Jetzt will RWE die Energiewende konsequent vorantreiben.

Neue Kohlekraftwerke haben in der RWE-Planung keinen Platz

Die Planung für das Vorhaben BoAplus, ein Braunkohlenkraftwerk am Standort Niederaußem, ist vom Essener Energieversorger RWE eingestellt worden. Das Vorhaben war eine Option, um bestehende Kraftwerke durch eine neue Anlage mit höheren Wirkungsgraden zu ersetzen. Seine Realisierung stand jedoch ohnehin unter dem Vorbehalt der Wirtschaftlichkeit, die in den vergangenen Jahren nicht gegeben war, teilte RWE mit. Dr. Rolf Martin Schmitz, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, erklärt: „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und treiben die Energiewende konsequent voran. Neue Kohlekraftwerke haben in unserer Zukunftsstrategie keinen Platz mehr. RWE wird nach Abschluss der Transaktion mit E.ON einer der global führenden Erzeuger im Bereich Erneuerbare Energien sein.“

RWE: bestehende Kohlekraftwerke werden als Backup-Kapazität noch benötigt

Angesichts des Anteils von Erneuerbaren Energien am heutigen Strommix in Deutschland von rund 40 Prozent ist RWE überzeugt, dass bestehende Kohlekraftwerke noch als Backup-Kapazität benötigt werden, auch wenn ihr Anteil immer weiter zurückgehen wird. Neue Kraftwerke und Speicher werden notwendig, um die Versorgung für einen Industriestandort wie Deutschland dauerhaft zu gewährleisten. Hierfür wird das Unternehmen in Erneuerbare Energien, Speichertechnologien und CO2-arme Technologien wie etwa Gasanlagen investieren, wenn die Marktbedingungen dies erlauben.

Quelle: IWR Online

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