06.10.2006, 10:58 Uhr

Die Wärme aus der Erde boomt – Eine Herausforderung für die Branche

Geeste (iwr-pressedienst) - Seit zwei Jahren erlebt die Branche der Oberflächennahen Geothermie einen anhaltenden Boom. Immer mehr Menschen suchen angesichts steigender Erdöl- und Erdgaspreise nach bezahlbaren Alternativen. Erdwärme vom eigenen Grundstück macht weitgehend unabhängig und macht die Heizkosten über viele Jahre überschaubar.
In zahlreichen Anwendungsbereichen sind die oberflächennahen Erdwärmesysteme konventionellen Anlagen wirtschaftlich längst überlegen. Ihr Anteil im Neubaumarkt nimmt seit einigen Jahren mit hohen Wachstumsraten kontinuierlich zu. Eine vollbeschäftigte, wachsende, Arbeitskräfte suchende und investierende Branche erwartet für 2006 zwischen 15.000 und 20.000 neue Anlagen. Zum Vergleich: 2004 waren bundesweit rund 10.000 Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren und Grundwasserwärmepumpen hinzugekommen. Diese Entwicklung hat längst auch die Eigentümer bestehender Gebäude erfasst.
Von der vom Geothermische Vereinigung - Bundesverband Geothermie (GtV-BV) herausgegebene kostenlose Broschüre „Erdwärmesonden –Tipps für Häuslebauer“ wurden binnen eines Jahres in 30.000 Exemplaren verteilt. Die Nachfrage hält unvermindert an. Das Heft gibt grundlegende Informationen über die Arbeitsweise und den Aufbau einer korrekt installierten Erdwärmeanlage, beantwortet Fragen nach Auswahl der Wärmepumpe und Wirtschaftlichkeit des Systems und liefert nicht zuletzt Hinweise, woran man einen seriösen Anbieter erkennt.
Weiterhin bietet der GtV-BV ein Intensivseminar "Oberflächennahe Geothermie – interessante Beispiele, Wirtschaftlichkeit und Ökologie - Vom Einfamilienhaus bis hin zum Bürokomplex" an. Es findet am 18.11.2006 in Rahmen der Energietage Hessen 2006 in Wetzlar statt. Die Veranstaltung bietet eine Einführung in Richtlinien und rechtliche Voraussetzungen, geologische und technische Grundlagen, über die Auslegung von Anlagen, die Einbindung der Systeme in die Bauvorhaben und gibt einen Überblick über die Arbeit mit einschlägiger Software. Sie richtet sich an Architekten, Planer, Bauträger und das Heizungshandwerk.
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Quelle: iwrpressedienst/06.10.06/