29.06.2010, 11:50 Uhr

BMU und KfW Entwicklungsbank starten globalen Klimaschutzfonds

Berlin - Das Bundesumweltministerium (BMU) und die KfW Entwicklungsbank haben im Rahmen einer Konferenz zur Klimaschutzfinanzierung in Entwicklungs- und Schwellenländern in Berlin einen Vertrag zum Aufbau eines globalen Klimaschutzfonds unterzeichnet. Der Fonds soll kleine und mittlere Unternehmen sowie private Haushalte in Entwicklungs- und Schwellenländern fördern, die in Energieeffizienz und erneuerbare Energien investieren. BMU und KfW Entwicklungsbank sagten zusammen Mittel in Höhe von über 100 Mio. USD für die Erstausstattung des Fonds zu. Des Weiteren sollen Gelder von internationalen öffentlichen und privaten Investoren eingeworben werden. Insbesondere durch die Beteiligung des Privatsektors soll das Fondsvolumen in den kommenden fünf Jahren auf über 500 Mio. USD anwachsen. Bei dem für den internationalen Klimaschutz neuen Finanzierungsinstrument werden die öffentlichen Mittel – im Gegensatz zu anderen Programmen –nach BMU-Angaben durch den Fonds nicht aufgezehrt, sondern revolvierend eingesetzt, das heißt, Rückzahlungen kommen dem Fondsvermögen zugute.

Das BMU hat Mittel in Höhe von 20 Mio. EUR (ca. 28 Mio. USD) aus der Internationalen Klimaschutzinitiative für das Eigenkapital des Fonds bereitgestellt. Mit der 2008 ins Leben gerufenen Internationalen Klimaschutzinitiative fördert das BMU Klimaschutzprojekte in Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern. Die Initiative wird aus der Versteigerung von Emissionszertifikaten finanziert. Die KfW Entwicklungsbank hat dem Fonds Mittel in Höhe von über 75 Mio. USD zugesagt. Der Fonds soll von einem privaten Fondsmanager geführt werden.

Für Entwicklungs- und Schwellenländer wird aufgrund des stetigen Wirtschaftswachstums ein deutlich steigender Energieverbrauch prognostiziert, mit entsprechend negativen Umweltfolgen. Der Globale Klimaschutzfonds soll deshalb schwerpunktmäßig in solchen Ländern aktiv sein, die bereits heute über eine bedeutende industrielle Basis und eine starke Bevölkerung verfügen. Dazu gehören Brasilien, Chile, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Marokko, Philippinen, Südafrika, Tunesien, die Türkei, die Ukraine und Vietnam, so das BMU weiter.

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