13.12.2011, 12:21 Uhr

E.ON schreibt 3 Milliarden ab - Umwandlung in SE angestrebt

Düsseldorf - Der Energiekonzern E.ON hat den Ausblick für das Geschäftsjahr 2011 bestätigt und Pläne zur Umwandlung in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) bekanntgegeben. Zudem muss das Unternehmen in mehreren europäischen Ländern insgesamt rd. 3 Milliarden Euro abschreiben. Hauptgründe sind laut E.ON die früher als ursprünglich vorgesehene Stilllegung älterer Kraftwerke auf Grund gesunkener Profitabilität in Folge geringerer Erzeugungsmengen und Margen sowie geringere Erlöse im Bereich von Heizkraftwerken und im Wärmegeschäft als Folge ungünstiger Marktentwicklungen. E.ON will zudem in den nächsten 3 Jahren rund 6 GW Erzeugungskapazität stilllegen, teilweise auf Grund regulatorischer Vorgaben, teilweise weil diese Anlagen das technische Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben.

E.ON bestätigte jedoch im Kern die zuvor veröffentlichten Ausblicke auf die Ergebnisse von 2011 und 2013. Für das Gesamtjahr 2011 erwartet E.ON nun ein Adjusted EBITDA zwischen 9,1 und 9,3 Milliarden Euro (zuvor: 9,1 bis 9,8 Milliarden Euro) und einen bereinigten Konzernüberschuss in Höhe von 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro (zuvor: 2,1 bis 2,6 Milliarden Euro). Das Unternehmen plant weiterhin, eine Dividende in Höhe von 1 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2011 zu zahlen. Eine Prognose für das Geschäftsjahr 2012 will E.ON im Zuge der Vorstellung des Jahresergebnisses 2011 veröffentlichen. Für das Gesamtjahr 2013 erwartet E.ON weiterhin ein Adjusted EBITDA zwischen 11,6 und 12,3 Milliarden Euro und einen bereinigten Konzernüberschuss in Höhe von 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro. Das Unternehmen plant, eine Dividende in Höhe von mindestens 1,10 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2013 zu zahlen.

Der Vorstand will der Hauptversammlung 2012 die Umwandlung des Unternehmens in eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) vorzuschlagen. Die Umwandlung in eine SE würde laut E.ON die Internationalisierung des Unternehmens auf den Ebenen der Steuerung und der Gesellschaftsform widerspiegeln. Sitz der Gesellschaft soll weiterhin Düsseldorf sein. Im Falle der Zustimmung soll im Anschluss eine Beteiligungsvereinbarung zwischen Gesellschaft und den europäischen Arbeitnehmervertretern erarbeitet werden. Die Umwandlung könnte nach Ansicht des Vorstands um den Jahreswechsel 2012/13 umgesetzt werden.


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