09.02.2011, 11:37 Uhr

Großbritannien prüft Einspeisetarife

London, Vereinigtes Königreich – Der britische Energieminister Chris Huhne hat eine umfassende Überprüfung der Einspeisetarife für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Großbritannien angekündigt. Dabei soll vor allem festgestellt werden, ob eine Fehlvergabe der Mittel vorliegt, die zur Unterstützung dezentraler Stromerzeugung in Haushalten, Gemeinden und kleinen Unternehmen gedacht waren. Seit der Einführung im letzten Jahr haben die Einspeisetarife ein deutliches Marktwachstum ausgelöst. So wurden bis Anfang Februar 2011 mehr als 21.000 Neuinstallationen gezählt, die vornehmlich im Haushaltsbereich angesiedelt seien. Darunter fallen nach Angaben des britischen Energie- und Klimaschutzministeriums Solaranlagen, Windturbinen und Kleinwasserkraftwerke.

Ursprünglich war ein Überprüfung der Regelung erst für 2012 vorgesehen, aufgrund der dynamischen Marktentwicklung sieht die Regierung jedoch die Gefahr, dass die eigentlichen Ziele der Einspeisetarife verfehlt würden. Minister Huhne sagte dazu: „Große Solaranlagen waren in den Einspeiseregelungen nicht vorgesehen und ich befürchte, dass hier Gelder für die dezentrale Elektrizitätserzeugung in Haushalten, Gemeinden und kleinen Unternehmen potentiell in kommerzielle Solarparks fließen.“ Die Prüfung soll bis Ende des Jahres dauern, so dass die aktuellen Tarife in jedem Fall bis April 2012 gültig bleiben sollen. Jegliche Tarifänderungen sollen zudem ausschließlich zukünftige Anlagen betreffen und nicht rückwirkend gelten.

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