03.06.2016, 14:52 Uhr

Netzanbindung der Offshore-Windparks Wikinger und Arkona startet

Sassnitz – Die Legung der ersten Kilometer des Seekabels für die Netzanbindung der geplanten bzw. in Bau befindlichen Offshore-Windparks Wikinger (350 Megawatt) und Arkona (385 Megawatt) hat begonnen. Das Spezialschiff zur Kabel-Verlegung fährt unter britischer Flagge.
Das Netzanbindungsprojekt wird vom ostdeutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz realisiert. Der Offshore-Windpark Wikinger von Iberdrola wird bereits seit März 2016 gebaut. Für den Arkona-Windpark haben E.ON und Statoil im April die Investitionsentscheidung getroffen. Die neue Netzanbindung mit dem Namen Ostwind 1 sollte bis Ende 2017 fertig sein, denn dann soll der Offshore-Windpark Wikinger eigentlich in Betrieb genommen werden.
Start der Kabelverlegung mit dem längsten Teilabschnitt
Dr. Wolfgang Thießen, Projektleiter Kabellegung bei 50Hertz, erklärte: „Wir freuen uns, dass wir nach den umfangreichen und intensiven Vorarbeiten am 3. Juni mit der Legung des ersten Kabelabschnittes im Küstenmeer starten konnten und damit unser Vorhaben Ostwind 1 weiter voran bringen.“
Das unter britischer Flagge fahrende Spezialschiff „Cable Enterprise“ beginnt mit der Legung bei Trassenkilometer 39 und soll diese nach voraussichtlich drei Wochen bei Kilometer 66 abgeschlossen haben. Mit 27 Kilometern ist dies der längste der vier Abschnitte auf der insgesamt 90 Kilometer langen Strecke von Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern bis zur späteren Umspannplattform.

Cable Enterprise hat Spezialkabel Kabel in Italien geladen
Anfang April hatte die Cable Enterprise im italienischen Arco Felice bei Neapel das Spezialkabel in der Fabrik des mit der Produktion und Legung der Kabel beauftragten Unternehmens Prysmian geladen. Anschließend wurde das Schiff zur Mobilisierung zunächst ins englische Middlesbrough und dann Ende Mai in die Ostsee geschleppt. Am 1. Juni erfolgten noch die letzten Abnahmen durch 50Hertz im Mukran Port (Fährhafen Sassnitz). Die drei Kabeltrassen des Projektes Ostwind 1 sind jeweils auf See 90 und an Land drei Kilometer lang und enden an Land im 50Hertz-Umspannwerk Lubmin.
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