31.01.2014, 14:30 Uhr

Rekord: Deutscher Windenergie-Markt erreicht 2013 Höchstniveau

Berlin – Noch nie wurden in Deutschland innerhalb eines Jahres Windenergieanlagen mit einer so hohen Gesamtleistung errichtet wie im Jahr 2013. Nach den aktuellen Daten, die die Branchen-Verbände BWE und VDMA Power Systems veröffentlicht haben, erreicht die Summe aus den neuen Windenergieanlagen auf See und an Land in Deutschland einen neuen Rekordwert.

Während offshore im vergangenen Jahr insgesamt 395 Megawatt (MW) Windkraftleistung neu errichtet wurden (neu ans Netz angeschlossen: 240 MW), sind onshore insgesamt über 1.154 Anlagen mit einer Leistung von 2.998 MW hinzugekommen. In Summe bedeutet dies eine neu installierte Windenergie-Leistung von 3.393 MW. Der bisherige Rekord wurde im Jahr 2002 markiert, als Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund 3.170 MW in Deutschland errichtet wurden. Neu ans Netz angeschlossen wurde in Deustchland 2013 ein Windenergie-Leistung in Höhe von 3.238 MW.

Zubau an Land legt um 29 Prozent zu

Die von der Deutschen Windguard im Auftrag des Bundesverbands Windenergie e.V. (BWE) und des VDMA Power Systems ermittelten Zahlen für die Windenergie an Land beruhen auf einer aktuellen Herstellerbefragung und zeigen einen stabilen Aufwärtstrend. Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems: „Der Zubau liegt 29 Prozent über dem Wert von 2012. Damit wird unsere Prognose zum Ausbau der Windenergie an Land von 2.900 Megawatt aus dem Sommer 2013 fast punktgenau getroffen.“ Die neu installierte Onshore-Windkraftleistung wurde demnach zu knapp 60 Prozent in Mittel- und Süddeutschland errichtet. Insgesamt dürften in Deutschland somit Anlagen mit einer Leistung von ca. 34.000 MW am Netz sein (on- und offshore).

Unsicherheit für Entwicklung im Jahr 2014

Die positiven Zahlen dürften aber nicht über das schlechte Investitionsklima in Deutschland hinwegtäuschen, heißt es in der Mitteilung der von BWE und VDMA. Eine Prognose für 2014 sei schwierig. Die Verbände rechnen je nach Ausgang der EEG Novelle mit 2.500 bis 3.000 MW. BWE-Präsidentin Sylvia Pilarsky-Grosch: „Die Stärke des deutschen Marktes ist angesichts der Verunsicherung in Folge der Beschlüsse des Bundeskabinetts in Meseberg bedroht.“

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