10.02.2014, 09:45 Uhr

Siemens verkauft getriebelose Windturbinen für deutschen Bürgerwindpark

Hamburg - Siemens Energy hat den Auftrag zur Lieferung von Windenergieanlagen (WEA) für den Bürgerwindpark Holzacker-Knorburg erhalten. Besonderheit: Die bestellten sieben Windturbinen des Typs Siemens SWT-3.0-113 kommen ohne Getriebe aus.

Zwischen den Gemeinden Enge-Sande und Stadum in Schleswig-Holstein entsteht durch die neuen Anlagen nach Angaben von Siemens eines der modernsten Onshore-Windkraftwerke in Norddeutschland. Siemens ist zudem im Rahmen eines 20-jährigen Servicevertrags für Wartung und Instandhaltung der Anlagen zuständig.

Auslieferung und Montage ab Frühsommer 2014

Mit Rotordurchmessern von 113 Metern und Nabenhöhen von 92,5 Metern sollen die neuen WEA, die erstmals bei einem Projekt in Schleswig-Holstein zum Einsatz kommen, auch bei kleineren bis mittleren Windgeschwindigkeiten effizient Strom erzeugen. Die Auslieferung und Montage der sieben Windturbinen sind ab Frühsommer 2014 geplant. Ralf Nissen von der Bürger-Windpark Holzacker-Knorburg GmbH & Co. KG: „Die Siemens-Anlagen haben uns und unseren regionalen Projektierer ee-Nord GmbH überzeugt, weil ihre moderne Technik die nötigen Reserven für unsere Planung bereithält.“ Sein Geschäftsführungskollege Ingo Storm ergänzt: „Siemens bietet hier ein sehr ausgewogenes Paket aus optimiertem Anlagendesign, nachgewiesener Zuverlässigkeit und klar kalkulierbaren Betriebskosten.“

Siemens will Vorzüge der direkt angetriebenen Anlagen zeigen

Für Technologiechef Henrik Stiesdal von Siemens Wind Power hat der Auftrag Signalwirkung: „Wir freuen uns besonders über das Projekt Holzacker-Knorburg, denn es erlaubt uns, die technischen und wirtschaftlichen Vorzüge unserer direkt angetriebenen Anlagen vor Ort in Norddeutschland zu demonstrieren.“

Die Mehrzahl der international tätigen WEA-Hersteller wie auch Siemens setzte und setzt auf Anlagen mit Getriebe. Bekannteste Ausnahme von dieser Regel ist der Auricher Hersteller Enercon, der seine getriebelosen Anlagen seit Jahrzehnten erfogreich vertreibt. Vor einigen Jahren hat auch Siemens neben den WEA mit Getriebe auch die Entwicklung von getriebelosen Anlagen forciert. Durch die Bauweise ohne Getriebe können einerseits aufgrund der Gewichtsreduktion die Kosten für die Turbine, den Turm und das Fundament gesenkt werden. Zudem fällt der Wartungsaufwand für die in der Vergangenheit oft störanfälligen Getriebe weg.

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