12.03.2012, 16:38 Uhr

Energie: Wind- und Solaranlagen verdrängen Gas- und Kohlekraftwerke

Münster – Am letzten Wochenende haben Wind- und Solaranlagen einen erheblichen Beitrag zur Stromversorgung in Deutschland geleistet. Wie sich Wind-und Solarenergie ergänzen, zeigt die untenstehende Grafik. Dargestellt ist exemplarisch die mittlere Kraftwerksleistung auf Stundenbasis für das letzte Wochenende (10. und 11.03.2012) in Deutschland.

Während nach den Daten der Strombörse EEX der mittlere Bedarf an Kraftwerksleistung in Deutschland (für Anlagen mit mindestens 100 MW) in der Nacht bis auf 43.000 Megawatt (MW) sinkt, steigt der Strombedarf an diesem Wochenende bis Mittag auf über 50.000 MW an. Wind- und Solarenergie decken in diesem Zeitraum bereits einen erheblichen Teil der Stromversorgung. Die Solarenergie kann vor allem die Spitzenlast am Mittag abdecken und hilft damit, teure Gas-Spitzenlastkraftwerke einzusparen. Durch den Einsatz von Wind- und Solaranlagen ist der restliche Bedarf an konventionellen Kraftwerken wie Atomkraftwerke, Braun- und Kohlekraftwerke (graue Stäbe) deutlich geringer als ohne den Einsatz regenerativer Energiequellen. Zudem können die Kraftwerke konstanter eingesetzt werden und sind damit nicht so schwankungsanfällig.

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