09.08.2012, 11:26 Uhr

Allnoch: Regenerative Energien 2013 auf dem Weg zur Stromquelle Nr. 1

Münster - Der Beitrag der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion in Deutschland wird immer bedeutender. Schon im Jahr 2013 könnten die regenerativen Energien zur wichtigsten Stromquelle in Deutschland aufsteigen, so das Internationale Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) in Münster. IWR-Chef Allnoch: „In diesem Jahr werden die erneuerbaren Energien mit 140 Mrd. Kilowattstunden (kWh) wohl noch auf Platz 2 landen, aber schon im nächsten Jahr können Sonne, Wind & Co. die Braunkohle von Platz 1 verdrängen.“ Im letzten Jahr 2011 war die Braunkohle mit rd. 150 Mrd. kWh die Stromquelle Nr. 1 in Deutschland, vor den erneuerbaren Energien mit 122 Mrd. kWh, Steinkohle mit 114 Mrd. kWh und Kernenergie 108 Mrd. kWh.

Kernenergie fällt auf tiefsten Stand seit den achtziger Jahren

Nach der Stilllegung von acht Atomkraftwerken im März 2011 ist die Stromproduktion 2011 aus Kernenergie auf 108 Mrd. kWh (2010: 141 Mrd. kWh) gesunken. Im Jahr 2012 wird der Anteil der Kernenergie weiter zurückgehen. Das IWR geht von rd. 95 Mrd. kWh Strom aus Kernkraftanlagen für das Jahr 2012 aus. Das ist der niedrigste Stand seit Anfang der achtziger Jahre.

35-Prozent-Ziel der Bundesregierung wird erreicht

Am 06. Juni 2011 hat die Bundesregierung das Ziel formuliert, bis 2020 den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromverbrauch auf 35 Prozent zu erhöhen. Im ersten Halbjahr 2012 haben die regenerativen Energien mit 67 Mrd. kWh einen Anteil von rd. 25 Prozent am Stromverbrauch erreicht. Allnoch: „Das Ziel der Bundesregierung, im Jahr 2020 bereits 35 Prozent Stromanteil zu erreichen, ist nach der bisherigen Entwicklung auf jeden Fall zu erreichen. Zwar haben u.a. das bessere Windjahr sowie der Ausbau bei Solar- und Bioenergie zu dem aktuellen Schub beigetragen, aber der stetig steigende Beitrag der Offshore-Windenergie wird den Anteil der erneuerbaren bis 2020 weiter erhöhen.“

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