18.11.2014, 07:56 Uhr

Klimawandel: Meteorologen erklären 2014 zum wärmsten Jahr

Offenbach / Münster – Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende und immer mehr Hinweise führen zu der Erkenntnis, dass das Jahr 2014 das wärmste in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sein wird. Was IWR Online schon im Oktober vermutete, spricht nun auch der Deutsche Wetterdienst aus.

Die mittlere Temperaturabweichung nach oben für die ersten neun Monate des Jahres 2014 betrug bereits 1,97 Grad Celsius (°C). Alle Monate bis auf August waren bisher wärmer als jene im Vergleichszeitraum 1961 bis 1990. Dieser Trend setzte sich auch im Oktober 2014 fort. Dieser Monat war gegenüber dem Vergleichszeitraum um 2,9°C zu warm. Lars Kirchhübel, Meteorologe beim DWD, erklärt: „Aktuell liegen wir 2,3 Grad über der langjährigen Durchschnittstemperatur, gemessen von Januar bis November.“

Rest des Jahres müsste sehr kalt werden, um den Rekord aufzuhalten

Lars Kirchhübel erklärte gegenüber der deutschen Presseagentur, dass der Rest des Jahres schon außergewöhnlich kalt werden müsste, um den Jahresrekord noch zu verhindern. Selbst bei einem durchschnittlichen Verlauf im Rest des Jahres, läge seinen Berechnungen zufolge die Durchschnittstemperatur bei 10,32 °C. Damit wäre das Jahr 2014 das bisher wärmste gemessene Jahr seit der Wetteraufzeichnung. Deutlich über den Jahren 2000 (9,87 °C) und 2007 (9,86 °C), den bisher wärmsten Jahren.

Auch weltweit wärmstes Jahr möglich

Auch auf globaler Ebene könnte 2014 zum wärmsten Jahr seit der Temperaturmessung werden. Die amerikanische Wetterbehörde NOAA verwies im Oktober bereits darauf. Laut NOAA war der September global gesehen bereits der wärmste seit der Wetteraufzeichnung. Bis September 2014 lag die kombinierte Temperatur von Land und Luft bereits 0,68°C über dem Durchschnitt.

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