31.10.2014, 11:23 Uhr

Wetter auch im Oktober ungewöhnlich warm

Offenbach – Auch der Monat Oktober 2014 wird als drittwärmster Oktober seit Aufzeichnungsbeginn im Jahre 1881 in Erinnerung bleiben. Betrachtet man die zurückliegenden Monate Januar bis Oktober, so ergibt sich ein Temperaturüberschuss von rund 2,1 Grad und damit sogar ein neuer Rekord.

Dies teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) nun mit und bestätigt damit die jüngste Prognose des IWR-Instituts, wonach das Jahr 2014 das wärmste Jahr seit der Wetteraufzeichnung in Deutschland werden könnte.

Oktober erheblich zu warm – Spitzenwert bei über 27°C

Mit 11,9 Grad Celsius (°C) lag die Durchschnittstemperatur laut DWD im Oktober um 2,9 Grad über den Werten der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung immerhin noch +2,7 Grad. Die bundesweit höchste Temperatur des Monats sei diesmal mit 27,2°C am 9. Oktober in Notzingen, südöstlich von Esslingen, gemessen worden. Die anhaltende Zufuhr warmer Luft aus Südwest und Süd in den ersten beiden Monatsdekaden habe zu vielen milden Nächten geführt, erklärte die deutsche Wetterbehörde. Erst der Ex-Hurrikan "Gonzalo" habe zu Beginn des letzten Montasdrittels Sturm und vorübergehend einen markanten Temperatursturz gebracht.

Für PV-Anlagenbetreiber: Sonnenschein knapp unter dem Soll

Der Sonnenschein blieb laut DWD mit rund 100 Stunden um sieben Prozent unter seinem Soll von 108 Stunden. Am meisten zeigte sich die Sonne an den Alpen mit bis zu 150 Stunden, am wenigsten in den Nebelgebieten entlang der Donau mit kaum 70 Stunden.

Später Temperatursturz durch "Gonzalo"

Der Oktober begann laut DWD im größten Teil Deutschlands mit Hochdruckeinfluss und Altweibersommerwetter. Anschließend folgte fast überall eine warme südwestliche bis südliche Strömung mit Niederschlägen im Norden und Westen aber auch mit längeren trockenen Phasen im Süden und Osten. Eine Änderung hat sich dann zu Beginn der letzten Monatsdekade beim Durchzug des ehemaligen Hurrikans „Gonzalo“ ergeben. Begleitet von teils schweren Sturmböen, führte das Tief zu einem empfindlichen Temperaturrückgang sowie zu Dauerregen im Süden und ersten Schneefällen im Bergland, berichtet der DWD. Ende des Monats dominierte erneut ruhiges und mildes Hochdruckwetter mit Sonne, aber auch mit Nebel und Hochnebel. Diese Ergebnisse ergeben sich aus der Auswertung der rund 2.000 Messstationen des DWD.

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