15.04.2011, 10:35 Uhr

DLR: acht Prozent mehr Arbeitsplätze bei Erneuerbaren Energien

Köln – Im Jahr 2010 ist die Bruttobeschäftigung im Bereich erneuerbare Energien um rund acht Prozent auf insgesamt 367.400 Personen gestiegen. Dies fand das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen einer Studie für das Bundesumweltministerium (BMU) heraus, bei der es gemeinsam mit anderen Instituten die Arbeitsplatzentwicklung in Deutschland untersucht hat. Mit dem Ausbau der Erneuerbaren habe sich in Deutschland eine Industrie mit kontinuierlich steigender Bedeutung etabliert. Dank eines Umsatzanstiegs der in Deutschland produzierenden Unternehmen um 20 Prozent sei auch die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Sektor gestiegen, so das DLR. Zudem hätten sich die Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien um rund ein Viertel auf 26,6 Mrd. Euro erhöht.

PV profitiert - Rückgang bei Windenergie

Von den Beschäftigten im Sektor erneuerbare Energien arbeiten laut DLR je ein Drittel im Bereich der Biomasse und der Solarenergie. Dabei habe allerdings hauptsächlich die Photovoltaik profitiert – die Solarthermie und der restliche Wärmemarkt hätten Einbußen hinnehmen müssen. Im Windsektor sei aufgrund schwacher Märkte erstmalig die Zahl der Beschäftigten zurückgegangen. Hier arbeiten zurzeit rund 26 Prozent der Beschäftigten, gefolgt von Geothermie (vier Prozent), Wasserkraft (zwei Prozent) und Forschung bzw. Verwaltung (zwei Prozent). Nach Angaben des DLR könne ein erheblicher Anteil der Arbeitsplätze auf die Wirkung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zurückgeführt werden.


© IWR, 2011