20.02.2019, 11:48 Uhr

Equinor plant schwimmenden Offshore Windpark in Korea

Stavanger, Norwegen – Südkorea setzt beim Ausbau der erneuerbaren Energien auf die Offshore-Windenergie. Die staatliche koreanische Öl- und Gasgesellschaft KNOC hat mit Equinor eine Rahmenvereinbarung zur Realisierung von schwimmenden Offshore-Windparks unterzeichnet.

Noch steht die Offshore-Windenergie in Südkorea am Anfang. Das soll sich allerdings ändern. Bis zum Jahr 2030 sehen die Pläne der südkoreanischen Regierung die Errichtung von Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von 12.000 Megawatt (MW) vor.

Schwimmender Offshore-Windpark mit 200 MW geplant

Die staatliche südkoreanische Ölgesellschaft KNOC (Korea National Oil Corporation) hat mit der norwegischen Equinor (ehemals Statoil) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Gegenstand ist eine Zusammenarbeit bei Offshore-Windparks mit schwimmenden Fundamenten. Konkret plant KNOC die Entwicklung eines 200 MW-Offshore-Windparks mit schwimmenden Fundamenten ca. 58 km vor der koreanischen Küste bei Ulsan City.

KNOC hat von der koreanischen Regierung das Mandat, die nationale Energiesicherheit zu gewährleisten. Mit der Entwicklung von schwimmendem Offshore-Wind möchte die Öl- und Gasgesellschaft vor dem Hintergrund der südkoreanischen Energiezielsetzungen einen neuen Sektor aufbauen. Dabei setzt KNOW auf seine Erfahrungen in der Entwicklung von Offshore-Lösungen.

Südkorea verfüge über ein großes Potenzial und attraktiven Möglichkeiten für die Nutzung der Offshore-Windenergie, so Stephen Bull, Senior Vice President für Wind- und CO2-arme Energien bei New Energy Solutions in Equinor. „Wir freuen uns darauf zu prüfen, wie wir unser Portfolio im Bereich Offshore-Windkraft weiter ausbauen können und zur Entwicklung von Lösungen für erneuerbare Energien in Südkorea beitragen können “, so Bull weiter.

Umbau des südkoreanischen Energiesektors läuft

Südkorea verfolgt einen grundlegenden Übergang im Energiemix von Kernkraft und Kohle zu erneuerbaren Energien. Ziel der südkoreanischen Regierung im Energiesektor ist neben einer sicheren und wirtschaftlich effizienten Versorgung auch eine umweltfreundliche Energieversorgung. Südkorea verfolgt daher einen grundlegenden Übergang im Energiemix von Kernkraft und Kohle zu erneuerbaren Energien. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung soll bis 2030 auf 20 Prozent steigen. Dies entspricht einem Ziel von 49.000 MW an neuen regenerativen Erzeugungskapazität bis 2030.

Neben den erneuerbaren Energien, deren Leistung ausgehend vom Jahr 2017 von etwa 11.000 MW auf etwa 60.000 MW gesteigert werden soll, ist es geplant, Kraftwerke auf Basis von Flüssiggas von 37.400 MW auf 47.500 MW und Kohlekraftwerke von 36.800 MW auf 39.900 MW auszubauen. Bei der Kernenergie ist per saldo ein Rückgang von 22.500 MW im Jahr 2018 auf 20.400 MW im Jahr 2030 vorgesehen.

Quelle: IWR Online

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