21.08.2019, 14:40 Uhr

Wasserstoff-Allianz entsteht in Niedersachsen

Hannover - Das Bundesland Niedersachsen plant den Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft. Über 20 Unternehmen haben sich zur H2-Initiative zusammen geschlossen.

Niedersachsen erfüllt schon heute alle Voraussetzungen zum Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft. Diese Grundlage wollen niedersächsische Akteure aus Wirtschaft und Forschung nutzen.

Niedersächsische Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft starten H2-Initiative

Am 21. August 2019 unterzeichneten AkteurInnen aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie MultiplikatorInnen aus ganz Niedersachsen ein Memorandum of Understanding als Absichtserklärung zur Initiierung der Niedersächsischen H2-Allianz. Ziel ist der Aufbau einer niedersächsischen grünen Wasserstoffwirtschaft als Baustein zur Transformation des Energiesystems. Dabei geht es um die Vernetzung insbesonder in den Feldern Mobilität und der maritimen Wirtschaft. Anwesend waren politische Vertreter des Niedersächsischen Wirtschafts-, Umwelt und Wissenschaftsministeriums sowie der Staatskanzlei, an die das Memorandum of Understanding übergeben wurde.

Brennstoffzellen-Züge werden in Niedersachsen erprobt

Die H2-Initiative will Anwendungen stärken und setzt auf den mit erneuerbaren Energien gewonnenen "grünen" Wasserstoff. Seit 2018 befinden sich beispielweise bereits zwei Brennstoffzellenzüge täglich im Personennahverkehr im Norden Deutschlands im Einsatz. Solche Pilotvorhaben sowie den Aufbau von Demonstrationsprojekten will die Initiative forcieren.

Niedersachsen hat beste Vorrausetzungen für grüne Wasserstofftechnologie

Der hohe Anteil an erneuerbaren Energien, ein hohes Ausbaupotenzial für die Solar- und Windenergie sowie das Vorhandensein von Kavernenfeldern zur Gasspeicherung bilden die Grundlage für den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft in Niedersachsen. Auch die bereits vorhandenen zentralen Knoten- und Verteilpunkte der Strom- und Gasleitungen sowie bereits verfügbare oder durch die Energiewende verfügbar werdende Transport- und Einspeisekapazitäten in der Strom- und Gasnetzinfrastruktur können in einen Wasserstoffkreislauf eingebunden werden.

Quelle: IWR Online

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