Wiwi Consult setzt auf Hybridprojekte: Wind, Solar und Batteriespeicher sollen künftig gemeinsam geplant werden

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Mainz - Der Mainzer Projektentwickler Wiwi Consult richtet seine Projektentwicklung neu aus und will Windenergie, Photovoltaik und Batteriespeicher künftig verstärkt in Hybridprojekten kombinieren. Parallel baut das Unternehmen sein Speichersegment aus und plant für 2027 den Bau von vier Stand-Alone-Batteriespeichern mit jeweils 10 MW Leistung und 40 MWh Kapazität.
Mit der stärkeren Verzahnung von Erzeugung und Speicherung reagiert Wiwi Consult auf veränderte Bedingungen am Strommarkt. Batteriespeicher erweitern die Vermarktungsmöglichkeiten von Wind- und Solarprojekten, indem sie Strom bei niedrigen Börsenpreisen aufnehmen und zu Zeiten höherer Preise wieder abgeben können. Die Einbeziehung von Speichern soll bei Wiwi Consult deshalb künftig zum Standard bei der Planung neuer Wind- und Solarprojekte werden.
80 MW PV-Zuschläge und 180 MW Windprojekte in der Umsetzung
Die neue Strategie trifft auf eine wachsende Projektpipeline. In der PV-Ausschreibung der Bundesnetzagentur im Juli 2026 erhielt Wiwi Consult nach eigenen Angaben Zuschläge für alle drei eingereichten Projekte mit zusammen 80 MW. Es war damit die bislang volumenstärkste PV-Ausschreibungsrunde in der elfjährigen Unternehmensgeschichte. Weitere Solarprojekte mit insgesamt 45 MW befinden sich bereits in der Umsetzung.
Auch das Windenergiegeschäft wird ausgebaut. Derzeit befinden sich vier Projekte mit insgesamt 20 Windenergieanlagen im Bau. In den kommenden Monaten sollen fünf weitere Projekte starten. Damit will Wiwi Consult im Jahr 2027 insgesamt neun Windprojekte mit einem Volumen von 180 MW parallel umsetzen. Bei drei Projekten ist die Inbetriebnahme noch 2026 vorgesehen.
„Diese volle Projektpipeline ist das Ergebnis unserer Arbeit der vergangenen Jahre. Die Umsetzung von neun Projekten parallel stellt uns als Team vor Herausforderungen, die wir gerne annehmen und gemeinsam meistern werden“, sagt Geschäftsführer Michael Böhm.
Erste Vier-Stunden-Batteriespeicher für 2027 geplant
Neben Batteriespeichern in Verbindung mit Photovoltaikprojekten hat Wiwi Consult inzwischen auch Stand-Alone-Speicher in die Projektentwicklung aufgenommen. Für 2027 plant das Unternehmen vier Anlagen mit jeweils 10 MW Leistung und 40 MWh Speicherkapazität. Für alle vier Projekte liegen nach Unternehmensangaben bereits Einspeisezusagen der Netzbetreiber vor.
Das Verhältnis von 10 MW Leistung zu 40 MWh Kapazität entspricht einer Speicherdauer von vier Stunden bei voller Leistung. Damit setzt Wiwi Consult auch bei seinen ersten Stand-Alone-Projekten auf Batteriespeicher, die Strom über mehrere Stunden zwischen Phasen niedriger und höherer Börsenstrompreise verschieben können.
Speicher werden Bestandteil der Wind- und Solarplanung
Für neue Projekte will Wiwi Consult Batteriespeicher künftig bereits in die Planung von Wind- und Solarparks einbeziehen. Das Unternehmen begründet die Neuausrichtung mit den Veränderungen der Marktbedingungen und dem Ziel, die Projekte weniger abhängig von kurzfristigen politischen Entscheidungen zu entwickeln.
„Durch unsere langjährige Erfahrung und unser breit aufgestelltes Team sehen wir uns gut gerüstet, um unsere Projekte zukünftig verknüpft zu planen und somit langfristig den Veränderungen in der Branche Rechnung tragen zu können“, so Böhm.
Die Strategie erweitert das bisher vor allem auf Wind- und Solarenergie ausgerichtete Geschäftsmodell um Speicher als dritte Komponente. Wiwi Consult entwickelt nach eigenen Angaben derzeit Projekte im In- und Ausland mit einem Gesamtvolumen von rund 2.000 MW. Neben Deutschland mit dem Schwerpunkt Südwesten ist das Unternehmen auch im europäischen Ausland und in Südamerika aktiv.
Quelle: IWR Online
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