14.01.2011, 10:22 Uhr

Bioethanol-Beimischung: noch keine flächendeckende Versorgung mit E10

Berlin, Bonn – Seit dem ersten Januar ist die neue Kraftstoffsorte E10 auf dem deutschen Markt erhältlich. In diesem neuen Benzin sind bis zu 10 Prozent Bioethanol aus nachwachsenden Rohstoffen enthalten. Nach Angaben des Bundesverbands der deutschen Bioethanolwirtschaft e. V. (BDBe) verbessert die höhere Beimischung die Klimabilanz gegenüber dem bisher üblichen E5. Zudem erhöhe E10 die Unabhängigkeit der deutschen Energieversorgung vom Ausland. Der Verband betont, dass der Benzinpreis weiterhin maßgeblich vom Erdöl- und nicht vom Bioethanolpreis abhängen werde. Auch die Reichweite werde nach Angaben des BDBe nicht negativ beeinflusst. E10 habe zwar einen minimal niedrigeren Energiegehalt als herkömmliches Benzin (E5), gleiche dies aber durch einen wesentlich höheren Sauerstoffgehalt wieder aus, der den Wirkungsgrad des Motors steigert und damit die Energie besser nutzt.

E10-Verträglichkeit im Intenet überprüfen

Vor drei Jahren sei die Einführung von E10 gescheitert, weil Unklarheiten bezüglich der E10-Verträglichkeit von Fahrzeugen bestanden hätten. Der Verband rät Verbrauchern, die Tauglichkeit ihres Fahrzeuges im Internet zu überprüfen. Gegebenenfalls müsse das weiterhin aus Bestandsschutzgründen erhältliche E5 getankt werden.

Umstellung der Mineralölindustrie dauert an

Bisher ist E10 noch nicht flächendeckend verfügbar, da die Umstellungsarbeiten der Mineralölindustrie mehrere Wochen benötigten, so der Verband. Die gesetzlichen Regelungen, die Voraussetzung für die Einführung von E10 waren, seien Mitte Dezember 2010 in Kraft getreten und danach hätten die Umstellungsarbeiten der Mineralölindustrie begonnen.

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