31.01.2014, 10:37 Uhr

Deutscher Offshore-Windpark Riffgat geht ans Netz

Münster – Der nächste Windpark auf hoher See wird ans deutsche Stromnetz angeklemmt. Das Projekt Riffgat wurde 15 km nordwestlich von Borkum errichtet und soll Anfang Februar 2014 vom Netzbetreiber Tennet ans Netz angeschlossen werden.

Dies meldete der Oldenburger Energieversorger EWE, der über 90 Prozent der Anteile an der Projektgesellschaft für diesen Nordsee-Windpark verfügt. Danach kann bald der erste Strom aus dem Offshore-Kraftwerk fließen.

Riffgat startet am 04. Februar 2014

Im Offshore-Windpark Riffgat produzieren ab 04.02.2014 dann 30 Offshore-Turbinen mit einer Windkraft-Leistung von 108 Megawatt (MW) Strom. Im Laufe des zweiten Quartals ist die volle Leistungseinspeisung geplant. Damit hat sich das gesamte Projekt um etwa ein halbes Jahr verzögert. Ursprünglich hatten die Initiatoren geplant, dass Riffgat bereits ab Sommer 2013 Energie ins deutsche Stromnetz einspeisen sollte. Entwickelt wurde das Projekt Riffgat von der Enova Unternehmensgruppe mit Sitz im ostfriesischen Bunderhee, die auch zu einem Zehntel an der Projektgesellschaft Offshore-Windpark Riffgat GmbH & Co. KG beteiligt ist.

Offshore-Windpark-Tourismus bei Riffgat möglich

Das Projektgebiet des Offshore-Windparks Riffgat nahe der Insel Borkum liegt innerhalb der niedersächsischen Zwölf-Seemeilen-Zone und erstreckt sich auf eine Fläche von rd. sechs Quadratkilometern. Durch den küstennahen Standort ist das Riffgat-Projektgebiet von den verschiedenen Häfen der Umgebung gut zu erreichen, so die Betreiber. Riffgat sei daher auch der einzige Windpark in der Nordsee, der für interessierte Touristen und Segler in vertretbarer Zeit angesteuert werden kann. Das direkte Befahren des Riffgat-Projektgebietes ist dabei aus Sicherheitsgründen zwar nicht erlaubt, der Schiffsverkehr darf sich jedoch bis auf einen Sicherheitsabstand von 500 Meter annähern.

Offshore-Windenergie in Deutschland kommt langsam in Fahrt

Durch den vollständigen Netzanschluss würde sich die Zahl der insgesamt am deutschen Netz befindlichen Offshore-Windenergieanlagen auf über 140 erhöhen. Die am Netz befindliche Offshore-Windkraftleistung wird durch den vollständigen Anschluss von Riffgat auf über 620 MW klettern. Stand Ende 2013 waren 116 Offshore-Windenergieanlagen in Nord- und Ostsee mit einer Gesamtleistung von 520 MW am Netz. Der Großteil dieser Anlagen steht in der Nordsee.

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