22.05.2014, 15:39 Uhr

Nordex investiert kräftig in Rotorblatt-Produktion

Hambutg, Rostock - Nordex will bis zu 50 Millionen Euro in den Ausbau seiner Rotorblatt-Kompetenz investieren. Geplant ist der Ausbau und die Modernisierung des eigenen Werks in Rostock.

Nordex sieht in den Rotorblättern einen wichtigen Bestandteil des betrieblichen Erfolges. Um diesen zu sichern, will Nordex in seine Rotorblatt-Kompetenzen investieren. Die Aktionäre reagieren verhalten positiv auf diese Investitionsentscheidung: Die Aktie von Nordex legt im Handel am Mittwoch bislang um 0,7 Prozent notiert derzeit bei 14,75 Euro (Stand 15:08 Uhr).

Zeschky: „Der Rotor ist der Motor“

Bei einer Pressekonferenz in Rostock stellte der Nordex-CEO Dr. Jürgen Zeschky klar, wie wichtig die Kerntechnologie der Rotorblätter für das Unternehmen ist: „Der Rotor ist der Motor“. Dass Nordex im vergangenen Jahr um rund 33 Prozent gewachsen ist, liegt nach Angaben des Herstellers auch an der starken Nachfrage nach den hocheffizienten Turbinen mit überdurchschnittlich großen Rotoren. Um diese Erfolge fortführen zu können, plant Nordex, bis 2016 rund 50 Mio. Euro in die Umsetzung seiner Blattstrategie zu investieren. Eine langfristige „Built-to-Print-Strategie“ mit internationalen Partnern soll ebenfalls Mittel erhalten. Eine solche „Built-to-Print-Strategie“ beinhaltet, dass die Produkt-Fertigung sich eng am Auftragseingang orientiert. Die Strategie soll dazu dienen, die Kostenvorteile der internationalen Fertigungsstrukturen zu nutzen. Rund 80 Prozent aller Turbinen, die Nordex errichtet, gehen außerhalb von Deutschland ans Netz.

Werk in Rostock wird zur „Leadfactory“

Zunächst sei der Ausbau und die Modernisierung des Werks in Rostock geplant. Zeschky: „Wir werden unser Rotorblattwerk in Rostock zur ´Leadfactory´ ausbauen“. In der „Leadfactory“ will Nordex sich auf die Herstellung der modernsten und größten Rotorblätter konzentrieren. Da Nordex eine Absatzsteigerung erwartet, soll die Fertigungsstückzahl im eigenen Werk erhöht werden. Aufgrund der größeren Dimension der Produkte sei es notwendig, die aktuellen Produktionshallen umzubauen. Außerdem soll eine neue Halle für die Endbearbeitung der Blätter errichtet werden. Durch räumliche Trennung des Rohbaus von der Endbearbeitung soll diese Halle aufwendige Fertigungsschritte in den Kabinen überflüssig machen. Bislang wurde die Endbearbeitung und der Rohbau der Rotorblätter in einer Halle durchgeführt. Da bei der Endbearbeitung durch Bohrungen und Schleifarbeiten Staubpartikel entstehen, mussten mobile Kabinen installiert werden, um die Staubpartikel zu entsorgen. In der Phase des Rotorblatt-Rohbaus steht das Laminieren der faserverstärkten Kunststoffe im Fokus, wobei Staubpartikel den Prozess stören. Durch die räumliche Trennung der Produktionsphasen in zwei verschiedene Hallen wird der Einsatz dieser Kabinen überflüssig. Zudem sollen hierdurch Vorteile bei der Qualitätssicherung erzielt werden.

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