25.02.2014, 09:54 Uhr

Tüv Süd erstaunt über Windenergie-Potenzial im Wald

München – Der Tüv Süd hat zusammen mit der Natural Energy Solutions die Windverhältnisse in der komplexen Umgebung eines bewaldeten Mittelgebirgsstandorts untersucht. Ergebnis: Der Wind weht stärker, als die Experten erwartet hatten.

Wie der Tüv Süd mitteilt, seien die Ergebnisse des Forschungsvorhabens vor dem Hintergrund eines veränderten Windmarktes in Europa zu sehen. Dabei rücken zunehmend Standorte in komplexen Regionen im Binnenland in den Mittelpunkt. Um diese Standorte erschließen zu können, seien jedoch verbesserte Prognosemöglichkeiten und standardisierte Messverfahren notwendig.

Experten haben nach Simulationen Windenergie in Waldgebieten unterschätzt

Der Tüv Süd und die Natural Energy Solutions haben im Oktober 2012 bei Erbendorf in der bayerischen Oberpfalz einen 140 Meter hohen Forschungsmasten errichtet. Der Mast liefert den Experten wichtige Daten, um die Windverhältnisse an komplexen Standorten besser zu verstehen und Genauigkeit von Windprognosen für solche Standorte in Form von 2D- und 3D-Modellen zu optimieren. "Die Auswertung der Daten aus der bisherigen Betriebszeit hat uns positiv überrascht", erklärt Peter-Herbert Meier, Leiter der Abteilung Wind Cert Services der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. Der Wind weht stärker, als die Experten aufgrund ihrer Simulationen im Vorfeld erwarten konnten.

Nachfrage nach belastungsfähigen Berechnungen für Waldgebiete steigt

"In mehreren europäischen Ländern gibt es bereits "Vorreiterprojekte", die erfolgreich den Boden für den weiteren Ausbau der Windenergie in Waldgebieten bereitet haben", so Meier. "Da für solche Standorte häufig nur begrenzt Daten für die Modellierung der Prognosen zur Verfügung stehen, gibt es bei Investoren und Betreibern eine steigende Nachfrage nach belastungsfähigen Berechnungen und Aussagen." Auf der EWEA 2014 vom 10. Bis zum 13. März 2014 in Barcelona will der Tüv Süd die Ergebnisse aus diesem Forschungsprojekt detailliert vorstellen.

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