13.05.2015, 10:34 Uhr

Kreditprogramm für Solarstrom-Speicher: KfW zieht Bilanz

Frankfurt – Zusammen mit dem Bundeministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in 2013 ein Programm zur Förderung von Energiespeichern in Kombination mit Photovoltaik-Anlagen aufgelegt. Nach dem Auslaufen des Programms zu Beginn dieses Monats zieht die KfW nun nach zwei Jahren ihr Fazit.

Zur Förderung der Neuinstallation von Batteriespeicher-Systemen wurde im Mai 2013 das Förderprogramm "Erneuerbare Energien - Speicher" aufgelegt. Nach zwei Jahren ist das Programm ausgelaufen: Allein in diesem Jahr (bis zum 30. April) wurden darüber rund 1.800 Solarstrom-Speicher in deutsche Haushalte gebracht, teilte die KfW mit.

Über 10.000 Kreditanträge für Solarstrom-Speicher

Von Mai 2013 bis zum 1. Mai 2015 hat die KfW sogar über 10.000 Kreditanträge mit einem Gesamtvolumen von rund 163 Mio. Euro zugesagt. Allein in 2015 konnten bis zum 30. April rund 1.800 Solarstromspeicher mit einem Nettokreditvolumen in Höhe von 28,5 Mio. Euro gefördert werden. Kredite wurden dabei für kombinierte Batteriespeicher mit PV-Anlagen bis zu einer installierten Leistung von 30 Kilowatt (kW) gewährt. Aus dem Förderprogramm der KfW konnten bis zu 100 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten finanziert werden. Verbunden war dieses Förderprogramm mit der Möglichkeit eines Tilgungszuschusses aus dem Etat des BMWi.

Speichersysteme nach vorne bringen

Mit ihrem Programm "Erneuerbare Energien - Speicher" haben die KfW und das BMWi die verstärkte Nutzung von Batteriespeichersystemen in Verbindung mit Photovoltaikanlagen unterstützt, die an das Stromnetz angeschlossen sind. Mit dem Programm sollte ein Beitrag zur besseren Integration von kleinen bis mittelgroßen Photovoltaikanlagen in das Stromsystem geleistet und die Markt- und Technologieentwicklung von Batteriespeichersystemen in Verbindung mit Photovoltaikanlagen vorangetrieben werden.

Solarverband lobt Förderprogramm

Das "attraktive Förderprogramm und ein Preisrutsch bei solaren Hausspeichern haben die Nachfrage im letzten Jahr stark angeheizt", erklärt dazu der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). In jüngster Zeit würden auch Automobilhersteller verstärkt Interesse an einem Markteinstieg zeigen. Prominentes Beispiel hierfür ist die mit viel Marketing-Power vorgestellte neue Solarstrom-Batterie des US-Elektroauto-Herstellers Tesla. Experten rechnen mit einer Vervielfachung der Nachfrage in den nächsten Jahren, so der Verband.

Quelle: IWR Online
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