Vattenfall treibt Ausbau von Wind- und Solarenergie in Deutschland voran - Projektpipeline wächst

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Berlin - Vattenfall baut sein Erneuerbaren-Portfolio in Deutschland weiter aus. Der Energiekonzern hat den 46-MWp-Solarpark Nauen in Brandenburg in Betrieb genommen und gleichzeitig sein Onshore-Windportfolio durch den Erwerb eines 43-MW-Projekts in Rheinland-Pfalz erweitert.
Deutschland ist ein zentraler Wachstumsmarkt für die Erneuerbaren-Strategie von Vattenfall. Der Konzern entwickelt hier derzeit Solarprojekte mit 5,2 GW Leistung sowie Batteriespeicher mit 4 GW und hat Genehmigungsverfahren für mehr als 1 GW Onshore-Windleistung eingeleitet. Beim Ausbau setzt Vattenfall neben eigenen Projektentwicklungen auf Zukäufe, die gemeinsame Nutzung von Netzinfrastruktur und langfristige Stromlieferverträge mit Industriekunden.
Solarpark Nauen liefert zehn Jahre Strom an Wieland
Der im Juni 2026 technisch in Betrieb genommene Solarpark Nauen westlich von Berlin verfügt über eine Leistung von 46 MWp und soll jährlich rund 47 GWh Strom erzeugen. Die Anlage mit rund 80.000 Solarmodulen wurde außerhalb des EEG-Regimes errichtet.
Abgesichert wird das Projekt über einen langfristigen Stromliefervertrag (PPA) mit dem Kupferhersteller Wieland. Das Unternehmen nimmt über zehn Jahre die gesamte Stromproduktion des Solarparks ab. Die Menge entspricht nach Angaben von Vattenfall rund 15 Prozent des Stroms, den Wieland jährlich für seine deutschen Standorte zukauft.
"Das Beispiel Solarpark Nauen zeigt, dass Strompartnerschaften ein sehr gutes marktliches Instrument für den weiteren Ausbau einer unabhängigen, verlässlichen und lokal verankerten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sind", sagt Claus Wattendrup, Leiter Solar and Batteries bei Vattenfall.
Vattenfall bündelt zwei Windprojekte an gemeinsamem Netzanschluss
Parallel erweitert Vattenfall sein Onshore-Windportfolio. Von ABO Energy übernimmt der Konzern das genehmigte 43-MW-Projekt Dittelsheim-Heßloch in Rheinland-Pfalz mit bis zu sechs Windenergieanlagen. Zusammen mit dem benachbarten Vattenfall-Projekt Mettenheim können damit bis zu zehn Anlagen mit insgesamt bis zu 70 MW entstehen.
Beide Windparks verfügen über gesicherte Netzanschlüsse und sollen über ein gemeinsames Umspannwerk angeschlossen werden. Vattenfall erwartet dadurch Kostenvorteile und eine bessere Nutzung der vorhandenen Netzinfrastruktur.
Insgesamt hat Vattenfall inzwischen für 26 Windenergieprojekte in Deutschland Genehmigungsverfahren eingeleitet. Das beantragte Portfolio umfasst mehr als 150 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von über 1 GW. Einen Schwerpunkt bilden Projekte in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.
Deutschland als Wachstumsmarkt - Netze und PPAs werden zum Schlüsselfaktor
Für den weiteren Ausbau in Deutschland gewinnen aus Sicht von Vattenfall sowohl verfügbare Netzanschlüsse als auch langfristige Stromabnahmeverträge an Bedeutung. PPAs sollen insbesondere großen Industriekunden Preis- und Planungssicherheit bieten und zugleich neue Erneuerbaren-Projekte absichern.
Beim Netzzugang sieht Vattenfall dagegen zunehmende Engpässe. Verzögerte Anschlüsse könnten die Wirtschaftlichkeit von Projekten beeinträchtigen und Investitionsentscheidungen verzögern. Für den weiteren Ausbau fordert der Konzern daher verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen und einen Netzausbau, der mit dem Zubau erneuerbarer Energien Schritt hält.
Quelle: IWR Online
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