09.12.2013, 17:44 Uhr

EEG-Umlagekonto: Monatsplus im November reduziert Gesamtfehlbetrag

Münster – Der Fehlbetrag im Umlagekonto nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat sich auch im November 2013 weiter reduziert. Das Minus im Konto beträgt noch rund 890 Millionen Euro. Ende Oktober waren es 1,48 Milliarden Euro.

Auf Monatsbasis fielen auch im November 2013 die Einnahmen höher aus als die Ausgaben. Während im Oktober auf Monatssicht ein Plus in Höhe von 715 Mio. Euro zu Buche stand, sind im November rund 590 Mio. Euro auf der Habenseite zu verbuchen.

Ausgaben und Einnahmen steigen im November

Sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben im Rahmen des EEG-Umlagekontos sind im Monat November gestiegen. Die Einnahmen kletterten auf 1,78 Mrd. Euro (Okt. 2013: 1,76 Mrd. Euro). Dies ist in erster Linie auf Mehreinnahmen bei den Zahlungen der EEG-Umlage zurückzuführen. Hingegen sind die Vermarktungserlöse für den EEG-Strom gesunken. Zwar ist der mittlere Preis für Grundlaststrom in Deutschland im November um etwa vier Prozent auf 3,92 Cent je Kilowattstunde (kWh) gestiegen, allerdings fiel die Produktion aus Wind- und Solarenergie um rund 20 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Die Ausgaben sind im November gegenüber dem Vormonat um etwa 14 Prozent auf 1,19 Mrd. Euro geklettert. Während die Vergütungszahlungen an die EEG-Anlagenbetreiber gegenüber dem Vormonat geringfügig zurückgegangen sind, haben sich die EEG-Prämienzahlungen wie Markt- und Flexibilitätsprämie um über 40 Prozent kräftig erhöht.

EEG-Umlage steigt auch wegen des sinkenden Börsen-Strompreises

Generell stellt der geringe Strompreis am Spotmarkt, wo der EEG-Strom vermarktet wird, eine der Ursachen für das dicke Minus im EEG-Umlagekonto dar. Über den derzeit gültigen Vermarktungsmechanismus wird der EEG-Strom gar nicht als "grüner" Strom vermarktet, sondern als konventioneller "Graustrom" ohne Grünanteil. Weil der Strompreis an der Börse seit dem Energiewende-Beschluss in Deutschland entgegen den Erwartungen nicht steigt, sondern fällt, steigt auch die EEG-Umlage wegen der höheren Differenzkosten überproportional an. Ursache für diese Entwicklung ist die zunehmende Menge an erneuerbaren Energien, die das konventionelle Stromangebot an der Strombörse kräftig steigen lässt und so für sinkende Preise sorgt. Dieser Preis-Einbruch kommt beim Verbraucher zwar nicht an, hat aber erhebliche Auswirkungen auf das EEG-Konto.

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