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02.06.2015, 08:04 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Börsen-Strompreis fällt im Mai auf 12-Jahres-Tief

Leipzig/Paris – Der mittlere Strompreis für Deutschland ist an der Börse im Mai 2015 auf den tiefsten Stand seit zwölf Jahren gefallen. Auch in den Nachbarländern ging es bergab. Die meisten Endverbraucher profitieren allerdings bislang nicht davon.

Im Marktgebiet Deutschland/Österreich lag der durchschnittliche Börsenpreis für eine Kilowattstunde (kWh) Grundlaststrom im Mai bei 2,54 Cent (April: 2,97 Cent/kWh). Das sind etwa 15 Prozent weniger als im April 2015 und es ist der niedrigste Monatspreis seit Mai 2003 (2,11 Cent/kWh).

Preise auf Talfahrt
Am Spotmarkt der Epex Spot beläuft sich der mittlere Strompreis für Grundlaststrom in Deutschland im Day-ahead-Handel im Mai 2015 auf 2,54 Cent/kWh und ist damit gegenüber April 2015 um 14,5 Prozent gefallen (April 2015: 2,97 Cent/kWh). Der Preis für Spitzenlaststrom (Stromlieferung für die Zeit von 8:00 bis 20:00 Uhr) fällt im Mai 2015 ebenfalls um 10,9 Prozent auf einen historisch niedrigen Wert von 2,62 Cent/kWh.

Auch auf Jahressicht bricht der Strompreis ein und verliert gegenüber dem Mai 2014 (3,06 Cent/kWh) um 17,0 Prozent. Der Preis für Spitzenlaststrom fällt auf Jahressicht um gut 17,6 Prozent. (Mai 2014: 3,18 Cent/kWh). Nach der Berechnungsmethode der Epex Spot für den Spitzenlaststrom, bei der die niedrigen Preise der Wochenendtage für die Kalkulation unberücksichtigt bleiben, lag der mittlere Preis für Spitzenlaststrom im Mai 2015 bei 3,09 Cent/kWh, das ebenfalls der niedrigste Wert seit Mai 2003 (3,02 Cent/kWh)

Strompreise in Frankreich und der Schweiz im freien Fall
In den Nachbarländern Frankreich und der Schweiz fallen die Strompreise weitaus kräftiger, notieren aber weiter auf einem höheren Niveau als in Deutschland. In Frankreich sinkt der Preis für Grundlaststrom im Day-ahead-Handel um 32,9 Prozent auf 2,65 Cent/kWh (April 2015: 3,95 Cent/kWh). In der Schweiz sinkt der Preis sogar um 34,5 Prozent auf 2,51 Cent/kWh (April 2015: 3,83 Cent/kWh). Auch auf Jahressicht sinken die Preise im Ausland, in Frankreich um 12,0 Prozent (Mai 2014: 3,01 Cent/kWh) und in der Schweiz im 19,3 Prozent (Mai 2014: 3,11 Cent/kWh).

Preisniveau auf dem Terminmarkt sinkt weiter
Die Preise für Stromlieferungen in der Zukunft sinken weiter in Richtung Drei-Cent-Marke. Der mittlere Terminmarktpreis für Grundlaststrom zur Lieferung im Jahr 2016 liegt im Mai 2015 mit 3,16 Cent je kWh nur knapp unter dem Preis des Vormonats (April 2015: 3,20 Cent/kWh). Gegenüber dem Vorjahr fällt der durchschnittliche Terminmarktpreis dagegen um 8,4 Prozent (Mai 2014: 3,45 Cent/kWh). An den Strombörsen wird derzeit das Lieferjahr 2018 am günstigen gehandelt. Marktteilnehmer können sich für 3,14 Cent je kWh mit Strom eindecken. Nur etwas teurer ist das Lieferjahr 2017 (3,16 Cent/kWh). Auch die Preise für die weiter in der Zukunft liegenden Lieferperioden bewegen sich auf dem Niveau des Lieferjahres 2018. Mit 3,38 Cent/kWh ist Grundlaststrom zur Lieferung im Jahr 2021 derzeit der teuerste, während Strom für das Lieferjahr 2016 für 3,15 Cent die kWh zu bekommen ist (Abrechnungspreise vom 29.06.2015).

Termin- und Spotmarkt – Endkunden profitieren nicht

Am Spotmarkt der Strombörse werden kurzfristige Stromkontingente gehandelt (selbiger Tag = Intraday oder für den nächsten Tag = day-ahead). Am Terminmarkt werden dagegen längerfristige Stromeinkäufe getätigt. Stromhändler und Großabnehmer können dort Strom zur Lieferung in den nächsten Jahren einkaufen. Sie profitieren von den derzeit günstigen Preisen. Bei den privaten Endkunden kommen die geringen Beschaffungspreise für Strom bislang aber nicht an. In Deutschland zahlen die Stromverbraucher EU-weit weiter mit die höchsten Preise. Nur vereinzelt haben bislang Stromanbieter ihre Preise aufgrund von geringeren Beschaffungskosten ihre Tarife heruntergesetzt.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2015

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